
Die steirische Landeshauptstadt Graz hat bereits im Jahr 1980 eine Wende in der Verkehrspolitik eingeleitet, die in ihrer Fortsetzung später unter dem Begriff der „Sanften Mobilität" bekannt wurde. Dies war der Beginn einer Entwicklung, die dann im nächsten Schritt mit der klaren Priorisierung der Verkehrsarten des Umweltverbundes (FußgängerInnenverkehr, Radverkehr und Öffentlicher Personenverkehr) auf Nachhaltigkeit setzte.
Graz hat dabei in vielen Bereichen national und international eine Vorreiterrolle übernommen - beispielsweise durch die Einführung von flächendeckendem Tempo 30 oder Radfahren gegen Einbahnen. Die programmatische Weiterentwicklung erfolgte dann durch die „Grazer Integrierte Verkehrsentwicklung" (GIVE) aus dem Jahr 1992. Die darin festgeschriebene Strategie für die Verkehrsplanung wurde bzw. wird nun erstmals an die aktuellen Erfordernisse angepasst - mit der Mobilitätsstrategie 2020 für Graz.
Verkehrspolitische Leitlinie 2020
Mit der vom Gemeinderat der Stadt Graz im Herbst 2010 beschlossenen, neuen „Verkehrspolitischen Leitlinie 2020" wurden nicht nur die Grundzüge der Verkehrspolitik für die nächsten Jahre definiert, sondern auch die Richtung für das Mobilitätskonzept Graz 2020 vorgegeben.
Mobilitätskonzept Graz 2020
Auf den Beschluss der Verkehrspolitischen Leitlinie baut die Erarbeitung eines neuen Mobilitätskonzeptes für Graz in mehreren Stufen auf, das auch neue Wege in Richtung Nachhaltigkeit geht: