
Shkodra ist die wichtigste Stadt und Zentrum der gleichnamigen Präfektur sowie Kreises in Nordalbanien, am Shkodrasee nahe der Grenze zu Montenegro gelegen. Die Stadt hat etwa 90.000 EinwohnerInnen. Aus Shkodra war gestern eine Delegation im Grazer Rathaus zu Gast: Die Albaner zeigten großes Interesse an einer Zusammenarbeit, speziell auf Projektbasis.
Der Präsident des Regionalrates Lorenc Luka kam gemeinsam mit dem Bürgermeister von Shkodra, Prof. Dr. Artan Haxhi, nach Graz und wurde von Wirtschafts- und Kulturstadtrat Dr. Christian Buchmann empfangen. Um Wirtschaft und Kultur ging es auch in den Gesprächen. „Albanien befindet sich in einer Phase der Dezentralisierung“, so der Regionalrat Lorenc Luka. Unterstützung durch EU-Länder sei für Albanien dringend notwendig, von Graz erhoffe man sich Mithilfe vor allem bei wirtschaftlichen Projekten.
Für die albanische Delegation war dies bereits der zweite Graz-Besuch und Bürgermeister Haxhi verwies stolz auf bereits bestehende Kontakte zwischen den beiden Städten gerade auf universitärem Sektor. Seit 1993 bestünden Kooperationen und die Einrichtung eines Institutes für Germanistik an der Universität von Shkodra unter Mithilfe der Karl-Franzens-Universität sei als Highlight zu erwähnen. „Regelmäßig kommen Grazer LektorInnen zu uns“, erzählt Haxhi. Viele AlbanerInnen studieren aber auch in Graz und es wurde sogar eine eigene Albanien-Abteilung am Institut für Dolmetsch eröffnet.