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29.08.2005

Fünf Jahre „voll in der Szene“

Das Caritas-Jugendstreetwork blickt auf fünf aufregende Jahre zurück

5 Jahre Caritas-Jugendstreetwork 
5 Jahre Caritas-Jugendstreetwork5 Jahre Caritas-Jugendstreetwork
 

Der direkte Kontakt zu den Jugendlichen steht im Mittelpunkt der Tätigkeit der neun Beschäftigten der Caritas (1 Leiter, 7 StreetworkerInnen und 1 Zivildienstleistender), die seit nunmehr fünf Jahren einen großen Teil der mobilen Jugendsozialarbeit in Graz leisten. Auf Initiative von Jugendstadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl gelangte im Jahr 2000 das Projekt der Caritas zur Umsetzung, die seither erfolgreich fortgeführt wird.

 
Veränderte Lebenswelten

„Die Lebenswelten der Jugendlichen haben sich dramatisch verändert. Nach dem Motto ,Aufstieg statt Ausstieg’ wird von vielen jungen Menschen das Ziel verfolgt in einer leistungsorientierten Gesellschaft erfolgreich zu sein. Dabei gilt es mehr denn je, jenen Jugendlichen Angebote zu machen, die mit dem permanenten Druck dem sie ausgesetzt sind, nicht zu Rande kommen. Es geht um Jugendliche, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, die sie alleine nicht meistern können. Deshalb ist dieses Angebot der offenen und mobilen Jugendsozialarbeit ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung gewesen.", erklärt Stadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl.

 
Erfolgreich

Kontinuität, Beziehung und Netzwerkarbeit sind die Schlagwörter, die die Arbeit mit den Jugendlichen in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht haben. Von Jänner 2000 bis Juli 2005 wurde die Anlaufstelle in der Schönaugasse 35.912 Mal kontaktiert, es gab 4.511 Beratungen und in Summe wurden rund 900 Mädchen und Burschen einzeln betreut. „Die Caritas übernahm im Jänner 2000 vom Amt für Jugend und Familie den Auftrag, ihr Konzept von Jugendstreetwork und einer Anlaufstelle umzusetzen. Jugendstreetwork lebt vom Prinzip der Kontinuität. Die Jugendlichen, mit denen es unsere StreetworkerInnen ,im Feld’ zu tun haben, sind mit ständigen Veränderungen konfrontiert. Die gemeinsame Konstante aller Veränderungen ist der Abbruch von Beziehungen zur Erwachsenenwelt", erläutert Caritasdirektor Franz Küberl die Problematik, dass viele Familien auseinanderbrechen, Beziehungen in Bruch gehen oder Ausbildungen, Lehren bzw. Jobs hingeschmissen werden.

 
DolmetscherInnen

Der Zugang zu den Jugendlichen vor Ort ist ein „niederschwelliger", wie es in der Fachsprache heißt. Die JugendstreetworkerInnen fungieren als DolmetscherInnen für die Anliegen der Jugendlichen. Inhaltlich geht es vor allem um existenzielle Themen wie Arbeit, Sucht, Gesundheit, Wohnen, Beziehungen, Familie, Schulden und Gewalt.

 
Soziales Netz

Erfolgreich ist die Arbeit für die StreetworkerInnen vor Ort dann, „wenn wir die Jugendlichen nicht mehr sehen", bemerkt Wolfgang Glatz, Leiter des Caritas Jugendstreetworks, „wenn sie von anderen, dem sozialen Netz oder ihrem Umfeld die notwendige Unterstützung erfahren haben und es ihnen gelingt den Alltag selbstbestimmt und stabil zu leben".

 
In Zukunft

Aufgrund der positiven Entwicklungen, die das Projekt Jugendstreetwork für die Stadt Graz und ihre Bürgerinnen und Bürger hat, ersucht Caritasdirektor Franz Küberl „auch in Zukunft der Arbeit in diesem sensiblen und wichtigen Bereich politische und finanzielle Zuwendung zu geben."

 
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