
Groß gefeiert wurde das 725-Jahr-Jubiläum bereits im Juli, heute stattete eine Abordnung des privilegierten uniformierten Grazer Bürgerkorps dem Stadtoberhaupt Mag. Siegfried Nagl einen persönlichen Besuch ab und übergab bei dieser Gelegenheit seine Festschrift.
Gegründet unter König Rudolf I. von Habsburg, bestand die Aufgabe des Bürgerkorps im Mitwirken an der Selbstverteidigung des städtischen Gemeinwesens. Aus diesem Grund wurden die Männer in Uniformen gekleidet und mit Waffen ausgerüstet. Stets war die Mitgliedschaft im Traditionsverband freiwillig – das ist bis zum heutigen Tag so geblieben. Ihr Wahlspruch lautet "Für Treue, Mut und Bürgersinn"
40 Mann stark präsentiert sich das Grazer Bürgerkorps heute zu festlichen Anlässen und Aufmärschen. Bei der zweitägigen Jubiläumsfeier zeigten sich Korpsführer Johann Zwangsleitner und seine Mannen von ihrer prunkvollsten Seite und das Echo bei den GrazerInnen war sehr positiv: „Die Leute waren interessiert und begeistert, besondere Aufmerksamkeit erregten natürlich die Salutschüsse“, berichtete die Abordnung Bürgermeister Nagl, der damals krankheitsbedingt nicht bei den Feierlichkeiten dabei sein konnte.
Im Rahmen ihres Besuchs deponierten die Mitglieder auch einige Wünsche im Rathaus – so würden sie gerne verstärkt bei feierlichen Anlässen eingebunden werden: „In Westösterreich ist das häufig zu beobachten, Richtung Osten fällt diese Tradition ab“, erklärte Kommandant Josef Mailänder. Bürgermeister Nagl nahm diese Anregung gerne auf – eine stattliche Erscheinung sind die Mannen in Uniform in jedem Fall.