

Einweihungsfeier mit Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl (3. v.re.) und Stadtrat Dr. Wolfgang Riedler (2.v.re.). Obmann DI Jörg Banholzer (re.) freute sich über den "städtischen" Besuch.Buntes Treiben herrscht nun wieder im sogenannten „Bunten Haus“ am St.-Peter-Pfarrweg 35. Die PfadfinderInnen der Gruppe „Graz 1 St. Georg Münzgraben-Eisteich“ feierten die Einweihung ihrer neuen Unterkunft – moderne Räumlichkeiten, die dank einer Unterstützung seitens der Stadt Graz in nur fünfmonatiger Bauzeit errichtet wurden.
Die Geschichte des „Bunten Hauses“ reicht ins Jahr 1878 zurück: Zu diesem Zeitpunkt erwarb der Ziegeleibesitzer Angelo Eustacchio das Objekt und baute es in Folge für die Arbeiter seiner Fabrik zu einem Wohnhaus um. Nach der Stilllegung der Ziegelei 1977 erwarb die Stadt Graz das Haus und für über ein Jahrzehnt zog die Pfadfindergruppe Graz 1, die „G1er“ dort ein. Als sich umfangreiche Sanierungsarbeiten abzeichneten, wandten sich die Mitglieder hilfesuchend an den damaligen Finanz- und Liegenschaftsreferenten, den heutigen Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, der selbst als Kind sieben Jahre aktiver Pfadfinder gewesen ist.

"Buntes Haus" in neuem Glanz am St.-Peter-Pfarr-Weg 35: In fünfmonatiger Bauzeit wurde ein 160-Quadratmeter-Haus für die 60 aktiven PfadfinderInnen der Gruppe "G1" geschaffen.
Nagls Bemühungen und deren Fortsetzung durch den heutigen zuständigen Stadtrat
Dr. Wolfgang Riedler machten es möglich, dass heute ein modernes Haus, mit viel Komfort für die PfadfinderInnen am St. Peter Pfarrweg 35 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Der vordere Teil des ursprünglichen Gebäudes musste den Bauarbeiten im Zuge der Verlängerung der Straßenbahnlinie 6 weichen, dafür erstrahlt der hinter Teil nun in neuem Glanz: Auf insgesamt 160 Quadratmetern können die derzeit 60 aktiven Jugendlichen gemeinsam mit 16 BetreuerInnen gemeinschaftliche Erlebnisse teilen. Allein der Jugendraum misst 90 Quadratmeter und verfügt über eine Zentralheizung, auch wenn bei den PfadfinderInnen „Lagerfeuerromantik“ angesagt ist.

Lernen fürs Leben: Die jungen Mitglieder der Pfadfindergruppen lernen auf spielerische Art mit der Natur verantwortungsbewusst umzugehen und sich positiv in die Gesellschaft einzubringen.Obmann DI Jörg Banholzer rechnet mit einem großen Zulauf aufgrund des neuen Hauses: „Wir werden bestimmt bald auf 100 Mitglieder anwachsen.“ Dem Bürgermeister, der selbst bei den „11ern“ aktiv war und bei den „5ern“ Ehrenmitglied ist, verliehen die „1er“ bei dieser Gelegenheit auch gleich ihre Ehrenmitgliedschaft. Nagl zeigte sich stolz und dankbar: „Ich habe in meiner Jugend so viel von der Mitgliedschaft profitiert, so viel kann ich gar nicht wieder zurückgeben.“ Die „Pfadis“ würden einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten, indem die Mädchen und Burschen auf spielerische Art lernten, Eigenverantwortung zu übernehmen, sich positiv in die Gesellschaft einzubringen und mit der Natur sorgsam umzugehen, so der Bürgermeister weiter.