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27.02.2003

Vorgeschmack auf erweitertes Europa

Riesige Polnische Delegation bei Graz-Besuch auch im Rathaus empfangen

Der Stadtpräsident der schlesischen 100.000-EinwohnerInnen-Stadt Jaworzno, Pawel Silbert, leitete die Delegation, die am Abend dem Grazer Rathaus einen Besuch abstattete. 
Der Stadtpräsident der schlesischen 100.000-EinwohnerInnen-Stadt Jaworzno, Pawel Silbert, leitete die Delegation, die am Abend dem Grazer Rathaus einen Besuch abstattete.Der Stadtpräsident der schlesischen 100.000-EinwohnerInnen-Stadt Jaworzno, Pawel Silbert, leitete die Delegation, die am Abend dem Grazer Rathaus einen Besuch abstattete.
 

Autor: Wolfgang Maget

Es war wohl eine der umfangreichsten Delegationen der vergangenen Jahre, die heute der Steiermark und ihrer Landeshauptstadt einen Besuch abstattete: Mehr als 300 VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft aus sechs Regionen Polens waren gekommen, um vor allem wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen und sich auf den im nächsten Jahr geplanten Beitritt Polens zur Europäischen Union vorzubereiten. Eine Abordnung dieser großen Gruppe wurde am Abend auch im Grazer Rathaus empfangen. 

 
Suchbild: Wer findet das Grazer Stadtoberhaupt? Bürgermeister Alfred Stingl (kleiner Hinweis: Suchen Sie etwas rechts der Mitte!) stellte sich mit seinen Gästen aus Polen und deren BegleiterInnen zum Erinnerungsfoto auf. 
Suchbild: Wer findet das Grazer Stadtoberhaupt? Bürgermeister Alfred Stingl (kleiner Hinweis: Suchen Sie etwas rechts der Mitte!) stellte sich mit seinen Gästen aus Polen und deren BegleiterInnen zum Erinnerungsfoto auf.Suchbild: Wer findet das Grazer Stadtoberhaupt? Bürgermeister Alfred Stingl (kleiner Hinweis: Suchen Sie etwas rechts der Mitte!) stellte sich mit seinen Gästen aus Polen und deren BegleiterInnen zum Erinnerungsfoto auf.
 
"EU muss weiter wachsen!"

Dabei ließ Bürgermeister Alfred Stingl, der die Gäste in den Stadtsenatssitzungssaal eingeladen hatte, keinen Zweifel daran aufkommen, dass mit der bevorstehenden Aufnahme zehn weiterer Staaten in die EU im nächsten Jahr der Erweiterungsprozess noch lange nicht abgeschlossen sein dürfe: "Ich war immer überzeugt davon, dass die Europäische Union schrittweise, aber möglichst dynamisch und rasch weiter wachsen muss!" Die Geschichte vor allem des vorigen Jahrhunderts zeige, dass es zu einem großen vereinigten Europa keine Alternative gebe. Auch wenn Europa jetzt eine gemeinsame Verfassung und eine entscheidungsfähige Regierung brauche, dürften die Mitgliedsländer nicht von Brüssel aus regiert werden: "Die europäische Identität beruht doch auf der Vielfalt der Kulturen, es muss daher auch nationale Freiheiten sowie starke Städte und Regionen geben!"
 
"Möchten Fehler vermeiden"

Für die Gäste aus Polen dankte Pawel Silbert, der Stadtpräsident von Jaworzno, einer Stadt mit rund 100.000 EinwohnerInnen in Schlesien, für die Einladung nach Graz und ins Rathaus: "Wir möchten von Ihren Erfahrungen und Hinweisen profitieren und dadurch Fehler in der Europäischen Union vermeiden!" Man biete Europa die feste Entschlossenheit, hart für Erfolge zu arbeiten, und ein großes Potenzial an menschlichen Ressourcen an. Silbert hob den hohen Ausbildungsstandard in Schlesien hervor, der nicht zuletzt durch mehrere Universitäten und Hochschulen gewährleistet werde. Auch der Stadtpräsident von Jaworzno bekannte sich zu einer weiteren Vergrößerung des geeinten Europa durch weitere Beitrittsstaaten in den kommenden Jahren. Die VertreterInnen aus Politik und Verwaltung wurden bei ihrem Besuch, der auch dem Knüpfen konkreter Wirtschaftskontakte diente, vom ehemaligen Landesamtdirektor Dr. Gerold Ortner begleitet, der als Konsul um die Vertiefung der Beziehungen zwischen Polen und Österreich bemüht ist. Am späten Abend stand noch ein Empfang bei Landeshauptmann Waltraud Klasnic in der Grazer Burg auf dem Programm.
 
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