
Autor: Wolfgang Maget
"Vollgas" gegen die Staubbelastung - was auf den ersten Blick wie ein Paradoxon aussieht, seit Dieselfahrzeuge als Hauptverdächtige für die Feinstaubbelastung enttarnt wurden, ist in diesem Fall richtig: Die städtischen Wirtschaftsbetriebe sind mit Volldampf daran, durch möglichst rasche Entfernung des über den Winter ausgebrachten Streusplitts ihren Teil zur Entlastung der "staubgeschwängerten" Luft beizutragen.
Nicht unter minus zwei Grad
Die Kehreinsätze durch die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Graz werden intensiviert, wann immer es die Wetterlage zulässt. Der Einsatz der Kehrmaschinen ist allerdings nur möglich, wenn die Temperaturen nicht unter minus zwei Grad sinken. Die Kehrmaschinen arbeiten mit Wasser, um den Staub zu binden. Eine Trockenkehrung würde mehr Staub aufwirbeln als beseitigen - was auch für die händische Einkehrung des Streugutes gilt.
Kehraufbauten
Zur Zeit werden variable Fahrzeuge, die im Winter für das Streuen verwendet werden, mit Kehraufbauten ausgerüstet, sodass ab kommender Woche rund 20 betriebseigene und zusätzlich bis zu sechs von privaten Unternehmen angemietete Kehrmaschinen im Einsatz stehen werden. Weiters wurden in einem exakt ausgeklügelten Reinigungsprogramm alle verfügbaren Kräfte der Wirtschaftsbetriebe - immerhin 200 Bedienstete - für händische Reinigungsarbeiten eingesetzt.
Gehsteigreinigung
Einen Appell richten die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Graz an alle Liegenschafts-Eigentümer: Sie sollten - wie es die Straßenverkehrsordnung in Paragraph 93 vorschreibt - ihre Gehsteige so schnell wie möglich reinigen, um eine nochmalige Verschmutzung der dazugehörigen Straßen zu verhindern. Information gibt es übrigens beim Omputz-Telefon der Wirtschaftsbetriebe Graz unter der Rufnummer 0 31 6/24 27 27.