
Autor: Wolfgang Maget
Eine grenzüberschreitende Diskussion zwischen Kriminalistik, Anarchismus, Psychoanalyse und Literatur bietet die Ausstellung "Die Gesetze des Vaters", die am kommenden Wochenende im Stadtmuseum Graz in der Sackstraße 18 eröffnet wird. Im Mittelpunkt werden dabei der berühmte Grazer Kriminologe und Strafrechtsreformer Hans Gross (1847-1915) und sein Sohn Otto (1877-1920), der Drogen konsumierte und für freie Liebe sowie Mutterrecht eintrat, stehen. Beide hatten trotz ihrer gegensätzlichen Persönlichkeiten enge Kontakte zu Sigmund Freund und Franz Kafka.
Einen Vorgeschmack auf die spannenden Details, die das Publikum bei der Schau "Die Gesetze des Vaters" erwarten, gibt es bei einem
Vortrag "Der Mann Moses und die Folter der Maschine"
von Stadtmuseums-Direktor Gerhard M. Dienes
am Dienstag, 30. September, 18 Uhr,
im Stadtmuseum Graz, Sackstraße 18,
der in die vielfältige Problematik der kommenden Großausstellung einführt. Im Anschluss an den Vortrag führt Dienes durch die beinahe fertige "Baustelle" der Ausstellung "Die Gesetze des Vaters".