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28.11.2003

Countdown für neue Hauptplatz-Stände

Im Dezember soll der erste neugestaltete Verkaufswagen auf dem Platz "landen"

Autor: Wolfgang Maget

Nach dem begeistert aufgenommenen "freundlichen Alien" am Murufer, dem Kunsthaus, sind die nächsten "Außerirdischen" im Anflug: Die neu und einheitlich gestalteten Verkaufsstände sollen ab Dezember 2003 Schritt für Schritt den Grazer Hauptplatz "erobern". Die in der Steiermark entwickelten Stände waren in den vergangenen Monaten sukzessive an die Anforderungen der BetreiberInnen angepasst worden.

Alle vier Wochen ein Stand

Advent heißt Ankunft - und mehr als zwei Jahre nach der Entscheidung eines gestalterischen Wettbewerbes wird es jetzt wirklich ernst mit der Ankunft des ersten neuen Marktstandes auf dem Hauptplatz. Das ging heute in der von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl geleiteten Sitzung des Stadtsenates aus einem Bericht von Baudirektor DI Mag. Bertram Werle hervor. Noch im Advent soll der erste Stand aufgestellt werden, danach ist ungefähr alle vier Wochen ein weiteres Exemplar vorgesehen. Zwei Betreiber zögern noch, die restlichen zwölf InhaberInnen haben der Umrüstung auf die einheitlichen Stände schon zugestimmt. Mit den beiden Unschlüssigen will die Stadt bis Jänner 2004 eine Entscheidung herbeiführen.

Veränderungen

Im August 2001 war der Entwurf des Grazer Architekten DI Markus Pernthaler als Sieger aus einem Gestaltungswettbewerb für die Verkaufsstände hervorgegangen. Ein bald danach gelieferter Prototyp zeigte jedoch, wie unterschiedlich die Anforderungen der verschiedenen Handelssparten sind. Daher wurden im Einvernehmen mit den Betroffenen schrittweise Veränderungen vorgenommen, bis ein Modell entstand, mit dem alle BetreiberInnen leben können. Da europaweit keine Firma gefunden wurde, die ähnliche Produkte erzeugt, entwickelte ein steirisches Unternehmen die Stände, die sowohl für den Verkauf auf dem Hauptplatz als auch für Fahrten bis 100 Stundenkilometern als Pkw-Anhänger geeignet sind. Künstlerisch werden die Stände mit Folien versehen, die SMS-Botschaften darstellen.

Stadt finanziert vor

Die Modelle kosten je 42.000 Euro für den Außenaufbau und die Gestaltung, die Inneneinrichtung erfolgt jeweils nach individuellen Bedürfnissen. Die Stadt Graz finanziert die Summe vor, die jeweiligen StandbetreiberInnen zahlen den Betrag zuzüglich Zinsen in zehn Jahresraten zurück. Danach gehen die Stände in das Eigentum der Kaufleute über.

 
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