Autor: Wolfgang Huebel
Jahr für Jahr das gleiche Bild: Zwischen Weihnachten und Dreikönig wird die Feuerwehr zu zahlreichen Bränden gerufen, die bei Berücksichtigung einiger Grundsätze meist leicht vermieden werden könnten. Insbesondere sind beim Aufstellen des Christbaumes, beim Entzünden der Kerzen, aber auch beim Umgang mit Feuerwerkskörpern einige einfache Regeln zu beachten. Eine Informationskampagne klärt die Bevölkerung über richtiges Verhalten auf, dazu bietet eine Hotline die Möglichkeit, bei Fachleuten der Feuerpolizei um Rat anzufragen.
Infos von Fachleuten
Um das Weihnachtsfest, aber auch die Silvesterparty nicht zu einer "schönen Bescherung" werden zu lassen, wendet sich die Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr mit einem breiten Informationsangebot an die Grazer Bevölkerung. Neben der Präsenz auf verschiedenen Ausstellungen, wo auch entsprechende Folder verteilt wurden, wird ein Spot auf der Videowand am Jakominiplatz auf diese Problematik aufmerksam machen. Um aber den Grazerinnen und Grazern auch die Möglichkeit zu bieten, spezielle Fragen von Spezialisten beantwortet zu bekommen, wird vom 15. bis 23.Dezember 2003 eine eigene Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 872-58 58 stehen werktags von 8 bis 20 Uhr Fachleute der Feuerpolizei für Auskünfte über ein sicheres Weihnachtsfest zur Verfügung, erklärten heute Bürgermeister-Stellvertreter Walter Ferk und Feuerwehr-Branddirektor Dr. Otto Meisenberger in einer Pressekonferenz.
Was tun nach Brand?
Wenn es nun aber trotzdem gebrannt hat, stehen die Betroffenen, nachdem die Einsatzkräfte abgerückt sind, meist völlig ratlos da. Um auch hier zu helfen, wurde seitens der Feuerwehr ein völlig neues, in Österreich wohl einzigartiges Service eingerichtet. Nach jedem Brandeinsatz erhalten die betroffenen Grazerinnen und Grazer einen dieser Tage aufgelegten Folder "Es hat gebrannt - was nun?" überreicht. Dieses Druckwerk enthält kurz zusammengefasst und leicht verständlich die wichtigsten Verhaltensregeln und Tipps, wie man nach einem Brand mit beschädigten Gegenständen umgeht, welche Gefahren noch bestehen, wo man Hilfe erhält. Ein Verzeichnis mit den wichtigsten Telefonnummern rundet diesen Ratgeber ab, der ganz sicher eine wertvolle Hilfe in einer Situation darstellt, in der man ohnehin nicht mehr ein noch aus weiß.
Broschüren
Durchaus als Beitrag zum Kulturjahr 2003 ist eine ebenfalls dieser Tage erschienene Broschüre zum Thema "Zivilschutz... in alten Zeiten" zu sehen. Unter der Federführung des Referates für Zivilschutzangelegenheiten befasst sich der renommierte Fachmann Dr. Leopold Toifl vom Landeszeughaus mit historischen Aspekten des Schutzes der Zivilbevölkerung. Erhältlich wird dieses interessante Druckwerk nicht nur im Zeughaus sein, sondern auch bei der Feuerwehr, dem Rathausportier, dem Zivilschutzreferat sowie verschiedenen Museen. Derzeit in Druck befindlich ist die Informationsschrift 8 der Grazer Feuerwehr. Dieser Folder befasst sich unter dem Titel "Mit Blaulicht und Folgetonhorn" mit den Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr und wird voraussichtlich in zwei Wochen verfügbar sein.
Vorausschauend
Bürgermeister-Stellvertreter Walter Ferk betonte abschließend, wie wichtig gerade in Notsituationen ein umfassender Wissensstand über das richtige Reagieren ist. Und noch besser sei es, durch vorausschauendes Verhalten solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Aus diesem Grund wird, wie Branddirektor Dr. Otto Meisenberger bestätigte, auch in Zukunft versucht werden, unter Einsatz möglichst aller Kommunikationsschienen die Grazer Bevölkerung bestmöglich zu informieren.
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Auf viel Information als Vorbeugung gegen weihnachtliche Brände setzen Bürgermeister-Stellvertreter Walter Ferk (links) und Feuerwehr-Branddirektor Dr. Otto Meisenberger.
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