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10.06.2006

Freie Fahrt im Grazer Westen

Eröffnung Unterführung Alte Poststraße & Stellwerk/GKB-Bahnsteig

Hob die neue Unterführung Alte Poststraße aus der Taufe: Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari, am Bild mit Verkehrsstadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch, Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder und Bürgermeister-Stv. Walter Ferk (von links) 
Hob die neue Unterführung Alte Poststraße aus der Taufe: Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari, am Bild mit Verkehrsstadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch, Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder und Bürgermeister-Stv. Walter Ferk (von links)Hob die neue Unterführung Alte Poststraße aus der Taufe: Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari, am Bild mit Verkehrsstadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch, Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder und Bürgermeister-Stv. Walter Ferk (von links)
 

Von Mag. Christian Tost

Nach einer Rekordbauzeit von nicht einmal einem Jahr konnte heute, am 10. Juni 2006, bereits grünes Licht für die Eröffnung der Unterführung Alte Poststraße gegeben werden. Mit der Freigabe dieser Eisenbahnunterführung gehört ein jahrzehntelanges Stau-Ärgernis endgültig der Vergangenheit an. Die Graz-Köflacher Bahn- und Busbetrieb GmbH (GKB) hat zudem mit der Inbetriebnahme eines zeitgemäßen elektronischen Stellwerks und dem Umbau des Graz Köflacherbahnhofs einen wichtigen Beitrag zu einem modernen städtischen Verkehrskonzept geleistet.

 
Unten durch statt lange warten

Da die GKB-Eisenbahnkreuzung nicht nur den Nord-Süd-Verkehr behinderte, sondern auch den gesamten Verkehrsfluss im Grazer Westen beeinträchtigte, entschlossen sich das Land Steiermark, die GKB und die Stadt Graz gemeinsam mit dem EU-Stadtentwicklungsprogramm Urban Graz-West die Unterführung zu realisieren. Dieser kreuzungsfreie Lückenschluss mit dem Grazer Westen bringt für die AutofahrerInnen und die Umwelt eine große Entlastung und fördert zudem maßgeblich die durch URBAN Graz-West unterstützte Entwicklung des Grazer Westens. Die Unterführung Alte Poststraße bildet im Gesamtverkehrssystem des Stadtteils einen zentralen Punkt und trägt dazu bei, die Erreichbarkeit sowie die Nord-Süd-Verbindung des Grazer Westens ganz entscheidend zu verbessern. Damit wird auch die Voraussetzung für eine weitere Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und durchgängigen Fuß- und Radverkehrsverbindungen geschaffen.

An der Ostseite der Unterführung wird ein neuer abgesetzter Geh- und Radweg als Erleichterung für den nichtmotorisierten Verkehr geführt. Von diesem ist eine direkte Anbindung an den neuen Mittelbahnsteig der GKB vorgesehen. Zusätzlich wird der bislang unfallträchtige Kreuzungsbereich Alte Poststraße – Reininghausstraße südlich der neuen Unterführung durch einen Kreisverkehr entschärft. Gemeinsam mit den neuen Unterführungen entlang der Südbahn/Koralmbahn wird mit der Unterführung Alte Poststraße eine weitere schrankenlose Verbindung zwischen den östlichen und westlichen Stadtteilen möglich. Graz wächst damit wieder stärker zusammen.

 
Neues Stellwerk und neuer GKB-Bahnsteig
Der neue Inselbahnsteig ist besonders kundInnenfreundlich und barrierefrei. 
Der neue Inselbahnsteig ist besonders kundInnenfreundlich und barrierefrei.Der neue Inselbahnsteig ist besonders kundInnenfreundlich und barrierefrei.
 

Für einen zeitgemäßen Eisenbahnbetrieb wurde für die GKB die Errichtung eines elektronischen Stellwerks und Installierung eines Zentralrechners notwendig. Weiters wurde ein neuer 200 Meter langer kundInnenfreundlicher Inselbahnsteig mit behindertengerechtem Zugang zum Bahnhofsgebäude und zur neuen Unterführung der Alten Poststraße realisiert. Neben dem neuen Bahnsteig sorgen auch 3 Kunsttafeln des Künstlers Matt Mullican für eine Attraktivierung des GKB-Bahnhofs.

 
Unterführung Alte Poststraße in Zahlen

Auftraggeber war das Land Steiermark (FA 18B), die Kostenträger sind das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das Land Steiermark, die Stadt Graz, Urban Graz_West (gefördert durch die Europäische Union) und die GKB. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 13,4 Millionen Euro.

 
Infrastrukturziele
  • Niveaufreier Gleisübergang
  • Entfall der langen Wartezeit vor dem Bahnschranken
  • Entschärfung des Unfallhäufigkeitspunktes Reininghausstraße – Friedhofstraße – Alte Poststraße
  • Errichtung eines eigenen Geh- und Radweges
  • Direkter Zugang von der Unterführung zu den Bahnsteigen
 
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