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10.11.2006

Hauptsache Hauptschule

Symposium für unverzichtbaren Schultyp

Stadtrat Werner Miedl mit Prof. Max Friedrich beim Symposium. 
Stadtrat Werner Miedl mit Prof. Max Friedrich beim Symposium.Stadtrat Werner Miedl mit Prof. Max Friedrich beim Symposium.
 

Von Mag. Simone Reis

Rund 250 Eltern und PädagogInnen folgten der Einladung von Schulstadtrat Werner Miedl zum Symposium „Hauptsache Hauptschule" in den Dom im Berg. Das Ziel der Veranstaltung, die im Vergleich zum Gymnasium mit Imageproblemen kämpfende Hauptschule wieder ins rechte Licht zu rücken, darf als erreicht angesehen werden. Die von NRAbg.a.D. Ingrid Wendl moderierte Podiumsdiskussion (Teilnehmer siehe Beilageförderte) brachte eine Reihe mitunter vergessener Argumente für den bewährten Schultyp wieder zutage:

 
Berufsorientierte Führung

Die gegenüber den Gymnasien niedrigere KlassenschülerInnenzahl von durchschnittlich 22,7 sowie die Differenzierung in Leistungsgruppen erlaubt ein Mehr an individueller Förderung (es gibt in Graz zehn 3. und 4. HS-Klassen mehr als in der ersten Schulstufe, weil vom einheitlich hohen AHS-Niveau überforderte SchülerInnen den Schultyp wechseln).

Hauptschulklassen werden berufsorientierend geführt und verfügen zugleich über eine gute Schiene zu weiterführenden Schulen. Der Weg an eine Höhere Schule steht nach der Hauptschule offener denn je, sofern man nicht dem Ruf der Wirtschaft folgen will, die dringend FacharbeiterInnen mit praxisorientierter Ausbildung sucht.

 
Unterschiedliche Fähigkeiten

Der Kinderpsychologe Professor Max Friedrich wies in seinem Vortrag ebenfalls darauf hin, dass besondere Talente von Kindern speziell gefördert werden müssen. Die Überforderung eines Kindes zieht langfristige Konsequenzen nach sich. Stadtrat Miedl startete mit der gestrigen Veranstaltung eine Initiative, die Eltern die Scheu nehmen sollen, ihren Sprößling für die Hauptschule anzumelden.

Kinder haben unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen und entwickeln sich unterschiedlich schnell. Überforderung macht unglücklich, Kinder sollen auch Kinder sein dürfen. Vier Hauptschuljahre lang. Und alle Chancen für den weiteren Lebensweg bleiben intakt.

 
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