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News + Aktuelles

29.12.2006

Feuerwehr war bis zur Erschöpfung im Einsatz

Drei Brände mit Millionenschaden; 32 Personen evakuiert

15 Fahrzeuge und 40 Mann der Grazer Berufsfeuerwehr waren heute Nacht stundenlang im Einsatz, um das Feuer in der Herrgottwiesgasse 117 unter Kontrolle zu bringen. 
15 Fahrzeuge und 40 Mann der Grazer Berufsfeuerwehr waren heute Nacht stundenlang im Einsatz, um das Feuer in der Herrgottwiesgasse 117 unter Kontrolle zu bringen.15 Fahrzeuge und 40 Mann der Grazer Berufsfeuerwehr waren heute Nacht stundenlang im Einsatz, um das Feuer in der Herrgottwiesgasse 117 unter Kontrolle zu bringen.
 

Von Mag. Wolfgang Hübel

Drei Brände in einer Nacht auf einer Liegenschaft, Millionenschaden, 32 Personen evakuiert - diese Daten zeigen schon sehr deutlich, welch Großereignis die Berufsfeurwehr Graz heute Nacht zu meistern hatte.Mit Anbruch der Morgendämmerung stand dann fest, dass auch dieses Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte, wenn auch die Lösch- und Sicherungsarbeiten noch Stunden andauern werden.

Eine Serie von drei Bränden an der Adresse Herrgottwiesgasse 117 hielt in der Nacht von gestern auf heute die Berufsfeuerwehr in Atem. Begonnen hatte es um 21.22 Uhr, als zu einem Garagenbrand alarmiert wurde. Es zeigte sich, dass mehrere Müllbehälter in Brand geraten waren - eine Lage, die unter Einsatz von sechs Fahrzeugen und 25 Mann schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Kaum wieder eingerückt, wurde um 23.44 Uhr neuerlich an die gleiche Adresse alarmiert. Diesmal handelte es sich um den Brand einer Türe im zweiten Obergeschoß des Stiegenhauses. Hier musste eine Person gerettet werden, das Feuer konnte selbst konnte schnell gelöscht werden. Während die Brandursache bei den beiden anderen Bränden noch nicht geklärt ist, dürfte es sich in diesem Fall eindeutig um Brandstiftung gehandelt haben.

 
Auch dienstfreie Mannschaft wurde einberufen

Nach Mitternacht war noch eine Brandnachschau durchgeführt worden, dennoch gab es um 03.30 Uhr neuerlich Alarm. Beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich sehr schnell das ganze Ausmaß des Feuers, wie Oberbrandrat Ing. Josef Milla (er war in allen drei Fallen Einsatzleiter) berichtet: "Eine Halle stand in Vollbrand, das Feuer drohte auf benachbarte Objekte überzugreifen." Sofort wurde Großalarm gegeben, zahlreiche Fahrzeuge von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei wurden an den Bandort beordert. Zur Sicherheit mussten aus einem benachbaren Wohnhaus 32 Personen evakuiert und in einem GVB-Bus untergebracht werden.

Die Berufsfeuerwehr, die bis zu 15 Fahrzeuge und 40 Mann gleichzeitig im Einsatz hatte (dafür wurde auch dienstfreie Mannschaft einberufen), konnte das Feuer nach einem überaus schwierigem Kampf gegen die Flammen gegen 06.00 Uhr unter Kontrolle bringen - das erlösende "Brand aus" konnte bisher aber noch nicht gegeben werden. Die Lösch- und sicherungsarbeiten werden sicher noch einige Stunden andauern, wobei die die zum Teil völlig erschöpfte Mannschaft zwischenzeitlich ausgetauscht wurde.
Das Rote Kreuz war mit acht Fahrzeugen vor Ort, die Polizei mit fünf Fahrzeugen und zehn Mann. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist allerdings enorm.

 
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