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Verwaltung

Bügerschreck Punks ?

Eine Gruppe von Menschen

am Hauptplatz rückte insbesondere seit dem vorigen Jahr ins Blickfeld der öffentlichen Aufmerksamkeit. Viele meinen, sie würden das Stadtbild stören; Geschäftsleute beklagen einen Rückgang ihrer Umsätze. BürgerInnen reagieren unterschiedlich auf die so genannten Punks: Einige geben ihnen gern Geld und Essen, andere wiederum empfinden die jungen, bunten Menschen als störend oder haben sogar Angst vor ihnen.

Auch einige Medien widmen sich seit geraumer Zeit der Gruppe am Platz mit besonderer Aufmerksamkeit; und sie werfen der Politik vor, sie hätte all die Jahre den „Zuständen“ am Hauptplatz untätig zugesehen.
Faktum ist jedoch: Seit nunmehr fast vier Jahren ist das Sozialamt intensiv am Hauptplatz tätig. Auch hat der Umstand, dass viele dieser Leute zumindest stundenweise über das Sozialamt Beschäftigung gefunden haben und so gut wie alle wohnversorgt sind, zur Beruhigung der Lage beigetragen. Die Gesamtsituation ist dadurch - das bestätigen StandlerInnen, Geschäftsleute und Polizei unisono - deutlich entspannter im Vergleich zu vorher geworden.
Übrigens - wer ein wenig genauer hinsieht, hat schon lang bemerkt: Am Hauptplatz finden sich nicht nur die viel zitierten Punks ein, sondern es ist dies seit Jahren auch ein Treffpunkt für psychisch kranke Menschen, für AlkoholikerInnen, für Sozialhilfe-EmpfängerInnen geworden - kurzum, für viele von unserer Gesellschaft an den Rand gedrängte bzw. ausgegrenzte Menschen.

Im Sommer des letzten Jahres schlugen die Wogen der (medialen) Eskalation wieder einmal sehr hoch. Die intensive mediale Berichterstattung beschäftigte auch den Grazer Gemeinderat; im Juni des letzten Jahres wurde das so genannte „Punks-Paket“ eingebracht. Eine Intensivierung bereits begonnener Arbeit in den Bereichen: sozialarbeiterische Präsenz vor Ort, Steigerung der Arbeitsaktivitäten und Wohnversorgung wurde ebenso beschlossen wie die Erstellung einer Studie durch das Institut für Kulturanthropologie und Volksskunde unter der Federführung von Univ.Prof. Dr. Elisabeth Katschnig-Fasch.

 
Die Studie zum Herunterladen
Punkstudie (Achtung: Längere Ladezeiten)
 
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