
30 Meter ist er hoch, der Maibaum, den die Mannen des „Trachtenverbandes Graz“ heute, 30. April 2007, ab 17 Uhr auf dem Hauptplatz aufstellen (lassen – aus Sicherheitsgründen erledigt diese Arbeit ein Kran). „Vergangenen Mittwoch haben die Vereinsmitglieder den Baum in Stattegg, auf der Leber, gefällt, am Samstag wurde er in stundenlanger Handarbeit liebevoll mit Schnitzereien verziert“, berichtet Obmann Fritz Koboth. Heute Nachmittag wird das Aufstellen des Maibaums mit Musik von den „Grazer Tanzgeigern“ und Vorführungen der Tanzgruppe des Trachtenverbandes Graz – die auch den kunstvollen Bandltanz zeigen (ab etwa 17.45 Uhr) – gefeiert. Vor traditionsgemäßem Diebstahl ist der Hauptplatz-Maibaum übrigens (so gut wie) gefeit: „Der Baum muss ja vor dem Aufstellen gestohlen werden“, klärt Koboth auf. „Deshalb hatten wir ihn die letzten Nächte gut versteckt!“
Die Tradition des Maibaumaufstellen ist zwar noch verhältnismäßig „jung“ – in seiner heutigen Form ist sie auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen –, die Ursprünge dürften aber weit zurückreichen. So sollen die Menhire der Bronzezeit und die Obelisken der alten Ägypter die ersten Sinnbilder für den „Weltenbaum“ sein.