
Gleich das erste Stück auf der Tagesordnung der heutigen von Bürgermeister
Mag. Siegfried Nagl geleiteten Stadtsenatssitzung stellt einen attraktiven Beitrag zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und -organisation bzw. zur Verwaltungsmodernisierung dar: das Projekt „Telearbeit“.
Im heurigen Jänner wurde der Auftrag erteilt, die organisatorischen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen zur Einführung von Telearbeit und Desksharing in der Stadt Graz abzuklären bzw. auszuarbeiten. Telearbeit ist nicht nur ein Schritt zur modernen Verwaltung, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Förderung von Gleichberechtigung, die im Magistrat Graz einen hohen Stellenwert einnimmt. Schließlich unterstützt sie Elternteile dabei, trotz Familienversorgung in das Arbeitsleben integriert zu bleiben. Darüber hinaus ist Telearbeit ein Beitrag zur Verkehrsentlastung und damit zur Umweltentlastung, müssen ArbeitnehmerInnen im Falle von Telearbeit ja nicht mehr täglich zum Arbeitsplatz „anreisen“. Wechselweise wird zu Hause bzw. in der Dienststelle gearbeitet mit einem Laptop, der bereitgestellt wird.
Die Kosten dafür übernimmt u. a. die MD-Abteilung für Informationsmanagement (IT) im Rahmen eines Sonderbudgets von 15.000 Euro, weitere Kosten müssen über das Globalbudget der jeweiligen Dienststellen getragen werden. Gedacht ist dabei an alle Dienststellen, alle Hierarchien und Tätigkeitsbereiche. Das Pilotprojekt soll zunächst bis 31. Dezember 2008 laufen und kann optional um ein Jahr verlängert werden.
Vom Präsidialamt wurde in Zusammenarbeit mit der IT eine „Dienstvereinbarung zur Telearbeit im Magistrat Graz“ erstellt, die zwischen der Stadt als Dienstgeberin und der Personalvertretung abzuschließen ist.
Der Informationsbericht und sein integrierender Bestandteil, die Dienstvereinbarung für Telearbeit, wurden von den StadtregiererInnen einstimmig zur Kenntnis genommen bzw. erhielten deren Zustimmung.
Somit können die Abteilungen über den Sommer Bedarf an Teleworking-Arbeitsplätzen anmelden. Bereits im Herbst soll’s los gehen.