
Von Stephan Thaler
Regelmäßige BenutzerInnen von Bahn, Bus und Bim kennen das – und sind nicht immer davon begeistert: Fahrgäste, die ihre Füße auf die gegenüber liegenden Sitze stellen, zurückgebliebene Verpackungs- oder Speisereste auf den Sitzen, lautstark telefonierende Mitfahrgäste oder Mitmenschen, die im Bus Geruch und Flair einer Würstelbude verbreiten.
Fünf steirische Verkehrsunternehmen und die Verbund Linie haben aus diesem Anlass eine Aktion gestartet, um in ihren Fahrzeugen wieder für die Einhaltung von bestimmten Benimm-dich-Regeln zu plädieren. Dazu wurden im vergangenen Sommersemester Studierende der Fachhochschule Joanneum/Studiengang Informationsdesign eingeladen, Plakatsujets zu entwerfen, die vor allem zuerst das Problembewusstsein schaffen sollen. Als Sieger aus diesem Wettbewerb sind Fanny Arnold und Peter Hutter hervorgegangen.
Fünf ihrer Sujets wurden mittlerweile ausgearbeitet und sind derzeit in den Fahrzeugen der Grazer Verkehrsbetriebe (GVB), der Graz-Köflacher Bahn (GKB), der Mürztaler Verkehrs-GmbH (MVG), der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und des Postbus plakatiert. In den Motiven wurde auf den berühmten „erhobenen Zeigefinger“ bewusst verzichtet, vielmehr sollten die Opfer im Mittelpunkt stehen, die mit floskelhaften Aussprüchen ihre Befindlichkeit ausdrücken („Na sauber!“, „Na Mahlzeit!“, „Aber hallo!“ etc.).