
Bürgermeister Mag. Nagl mit den Mitgliedern des neuen MigrantInnenbeirats. Foto: Stadt Graz/Thomas Fischer
Mit Svijetlana Podlesnik (links vorne) steht erstmals eine Frau dem Beirat vor. Foto: Stadt Graz/Thomas Fischer
Die Sitzung des 9-köpfigen Gremiums fand im Mediacenter des Rathauses statt. Foto: Stadt Graz/Thomas FischerDer neu gewählte MigrantInnenbeirat startete seine dritte Funktionsperiode mit einem Novum: Mit Svijetlana Podlesnik von der Liste „Allgemeine Kroatische Europaliste" wurde erstmals eine Frau zur Vorsitzenden dieser Interessensvertretung gewählt.
Osman Sönmezay (Liste Muslimische Vielfalt) sowie Emrah Alabay (Kurdische Liste für Demokratie) wurden bei der heutigen ersten Sitzung zu ihren Stellvertretern bestellt.
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, der die konstituierende Sitzung im Mediacenter des Rathauses einberufen hatte, dankte den neuen Mitgliedern des MigrantInnenbeirats für ihre Bereitschaft, sich aktiv einzubringen und mitzuwirken. „Besonders freut es mich", so Bürgermeister Nagl, „dass mit fünf gewählten Frauen erstmals mehr weibliche als männliche Mitglieder in den Beirat gewählt wurden."
Graz als Kulturen-Hauptstadt
In ihrer Antrittsrede betonte Svijetlana Podlesnik ihre Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung. „Ich möchte, dass die Kulturhauptstadt Graz auch eine Kulturen-Hauptstadt wird" so die neue Vorsitzende.
Die 45-Jährige ist in der Immobilienbranche tätig und lebt seit 22 Jahren in Graz. Für die kommende Periode stellte sie ambitionierte Arbeitsschwerpunkte in Aussicht: „Wir wollen die Themen Arbeitsmarkt, Wohnen und politische Partizipation und Bildung zu unseren Schwerpunkten machen.
Mehr Frauen als Männer
Der neunköpfige Beirat besteht seit dem Jahr 1996 und versteht sich als Interessensvertretung und Beratungsgremium zwischen einheimischen und zugewanderten GrazerInnen. Bei der Wahl am 20. Jänner 2008 wurden erstmals mit fünf Frauen mehr weibliche als männliche Mitglieder in den Beirat gewählt. Der MigrantInnenbeirat ist ein per Statut vorgesehenes Gremium, das zeitgleich mit der Gemeinderatswahl alle fünf Jahre neu gewählt wird.