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Über Graz

Maria Anna, Erzherzogin

1551–1608

Erzherzogin Maria (Bildausschnitt), Josef Allmer, Kopie 1891, Öl auf Leinwand, Alte Galerie am Landesmuseum Joanneum. 
Erzherzogin Maria (Bildausschnitt), Josef Allmer, Kopie 1891, Öl auf Leinwand, Alte Galerie am Landesmuseum Joanneum.Erzherzogin Maria (Bildausschnitt), Josef Allmer, Kopie 1891, Öl auf Leinwand, Alte Galerie am Landesmuseum Joanneum.
 

Die Hochzeit Karls II. mit Maria Anna, der Tochter des Herzogs Albrecht von Bayern, fand 1571 in Wien statt, während der Einzug des Paares feierlich in Graz/Gradec begangen wurde. Durch die Verbindung mit der erbitterten Feindin des „Protestantismus" verstärkte sich der Einfl uss des katholischen Bayern und der Jesuiten auf die Grazer Regierungsgeschäfte entscheidend. Karl begründete mit seiner Frau (und Nichte) die sich bis 1918 fortsetzende steirische Linie der Habsburger. Kaiser Ferdinands Teilung der Erblande in drei Linien hatte zur Folge, dass Graz/Gradec und Innsbruck bald zu Zentren der Gegenreformation wurden. Maria kam aus jenem Land, das bereits erfolgreich die Gegenreformation durchgeführt hatte, und nahm zusammen mit ihren Brüdern großen Einfl uss auf die Rekatholisierungspolitik des Grazer Hofes, nach dem frühen Tod ihres Mannes in gleicher Weise auf die ihres Sohnes, des Gegenreformators Ferdinand, den sie mit ihrer fanatischen Unduldsamkeit zu seinen „Protestanten"-Verfolgungen aufstachelte.
 

Otto Hochreiter

 
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