

Erzherzog Ferdinand III. von Steiermark (Bildausschnitt), Giovanni Pietro de Pomis, 1614, Öl auf Leinwand, Schloss Herberstein.
Er blieb zeitlebens seiner fanatisch intoleranten Mutter und seinen Lehrern, den Jesuiten, hörig, was ihn oft in Widerstreit zwischen seinen persönlichen religiösen Zielen und der pragmatischen Staatsraison brachte. Seine kaiserliche Politik, ab 1619, war der Versuch, ein katholisch-deutsches Reich zu schaffen, was den Keim des Scheiterns in sich trug. Für Graz/Gradec bedeutete die „Protestanten"-Vertreibung Ferdinands 1600 einen tiefen sozialen und wirtschaftlichen Einschnitt, die Aufl assung der Habsburgerresidenz zwanzig Jahre später einen empfi ndlichen Bedeutungsverlust. De Pomis' Mausoleum mit der manieristischen Ovalkuppel erinnert an ihn.
Otto Hochreiter