

Selbstbildnis des Giovanni Pietro de Pomis, (Bildausschnitt), Kopie 17. Jh., Öl auf Leinwand, Alte Galerie am Landesmuseum Joanneum.In seiner kurzen Glanzzeit als innerösterreichische Residenz erlebte Graz/Gradec Ende des 16. Jahrhunderts den Zustrom zumeist italienischer Neubürger, im Gegensatz zu vielen Einheimischen allesamt glaubenstreue Untertanen der katholischen Habsburger. Darunter befanden sich auch Künstler, die für Repräsentationsaufgaben unerlässlich waren. Unter ihnen galt de Pomis als der wichtigste. In Venedig/Venezia ausgebildet und vom Innsbrucker Hof empfohlen, betätigte er sich als Maler, Architekt und Medailleur, ein Universalkünstler der späten Renaissance. Zu seinen Auftraggebern zählte auch Johann Ulrich von Eggenberg, der mächtigste Günstling Kaiser Ferdinands II.
Ulrich Becker