

Paul Habakuk Guldin oder Paulus Guldin (Bildausschnitt), anonym, um 1650, Öl auf Leinwand, Karl-Franzens-Universität Graz/Gradec, Institut für Mathematik.Habakuk, später Paul Guldin studierte Naturwissenschaften in Rom/Roma. Zweimal war er Professor an der Jesuitenuniversität in Graz/Gradec, zwei Jahre vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges und dann ab 1637 bis zu seinem Tod. Er arbeitete mit Johannes Kepler zusammen und veröffentlichte 1640 sein Hauptwerk über die nach ihm benannte „Guldinische Regel". Erzherzog Karl II. hatte 1572 die Jesuiten nach Graz/ Gradec gerufen, um unter anderem dem evangelischen Schulwesen etwas entgegensetzen zu können. Das ein Jahr später gegründete Jesuitengymnasium lockte zwar mit Schulgeldfreiheit, jedoch besuchten im ersten Jahrzehnt praktisch keine Grazer diese Schule, sondern fast nur Schüler italienischer und südslawischer Herkunft.
Gerhard Schwarz