

Hans Friz ließ sich 1643 als Schneidermeister in Graz/Gradec nieder, nebenher betrieb er, wie zahlreiche andere Bürger auch, eine Gastwirtschaft, zuletzt in der Schmiedgasse, wo er Wirt im „Güldenen Hasen" war. Der Gastwirt stiftete um 1660 auf seinem Besitz am Kroisbach eine hölzerne Kapelle, die sehr bald zu einem viel besuchten Wallfahrtsort wurde - die heutige Mariagrüner Kirche. Friz war Viertelmeister in der Schmiedgasse und wurde zum Vorkämpfer der bürgerlichen Freiheiten im 17. Jahrhundert. Er überbrachte als einer der Wortführer der Bürgergemeinde dem 1660 in Graz/Gradec weilenden Kaiser Leopold I. eine Bittschrift, worin sich die Bürgerschaft über den Magistrat nicht nur wegen schlechter Verwaltung und erhöhter Abgaben als Folge des Dreißigjährigen Krieges beschwerte, sondern auch selbst wieder Einfl uss auf die Stadtgeschäfte ausüben wollte.
Gerhard Schwarz