

Fortunat Spöck (Bildausschnitt), J. A. Kappeller, undatiert, Pastell, Steiermärkisches Landesarchiv.Spöck war bis zu seinem Ausschluss Franziskanerpater im Kloster Maria Nazareth in der Untersteiermark/Štajerska. 1783 wurde er als Weltpriester an der Grazer Leechkirche angestellt und begann daneben Kranke, vor allem geschlechtskranke Frauen, zu heilen. Bald war er als „Wunderdoktor" bekannt, und es folgten mehrere Gerichtsverhandlungen wegen Kurpfuscherei. Einige Prominente intervenierten jedoch zu seinen Gunsten, darunter sein Logenbruder Kreishauptmann Christoph von Schwitzen. Die erste nachweisbare steirische Freimaurerloge wurde 1782 auf Schloss Rothwein/Radvanje bei Marburg an der Drau/Maribor unter dem Namen „Loge zu den vereinigten Herzen" gegründet, im selben Jahr noch übersiedelte sie nach Graz/Gradec.
Gerhard Schwarz