

Der umtriebige Jacomini war Leutnant der Miliz von Fiume/Rijeka, Steuereinnehmer, Postmeister in Cilli/Celje, Getreidehändler und Spekulant. Mit dem erwirtschafteten Geld erwarb er verschiedene Güter in der Untersteiermark/ Štajerska, die er später wieder verkaufte, als er seinen Wohnort nach Graz/Gradec verlegte. Hier ersteigerte Jacomini nach der Aufhebung der Stadt als Festung Ende des 18. Jahrhunderts Fortifi kationsgrundstücke vor dem Eisernen Tor im Bereich der heutigen Reitschul-, Grazbach- und Schönaugasse. Zusätzlich erwarb er Liegenschaften des kurz zuvor aufgehobenen Dominikanerinnenklosters - die heutige Klosterwiesgasse erinnert daran - und errichtete auf diesen eine neue Vorstadt, die nach dem damaligen Kaiser den Namen Josephstadt erhielt.
Franz Leitgeb / Gerhard Schwarz