

Portrait Johann Weitzer (Bildausschnitt), B. Lindauer, 1870, Öl auf Leinwand, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum.1854 eröffnete der gelernte Huf- und Wagenschmied Johann Weitzer eine Schmiede in Graz/Gradec, die bald auch Fahrzeuge für den Bau des Suezkanals lieferte. Das Geschäft fl orierte, und die mittlerweile in „Wagenund Waggonfabrik, Eisen- und Metallgießerei Johann Weitzer" umbenannte Firma zog in die Rosensteingasse (die heutige Waagner-Biró-Straße) in die Nähe des Bahnhofes. Neben Eisenbahnwaggons führte die Fabrik Lohngussarbeiten durch, stellte Maschinen aller Art her und engagierte sich auch im Rüstungsbereich, so ließ Weitzer 1866 als Erster in Österreich Hinterladergewehre erzeugen. 1895 zählte das Unternehmen, das nun „Grazer Wagen- und Waggonfabriksgesellschaft vormals Johann Weitzer" hieß, 1200 Mitarbeiter und produzierte neben Waggons und Lokomotiven auch Dieselmotoren und elektrische Straßenbahnen.
Franz Leitgeb / Gerhard Schwarz