
Weit über die nationalen und kulinarischen Grenzen hinaus bekannt wurde die "Prato" durch ihre Formulierung "Man nehme", bis heute der Inbegriff einer Kochanleitung. Pratobevera, wie sie nach ihrer ersten Ehe hieß, sammelte daheim und auf Reisen Kochrezepte und gab diese 1858 auf Drängen ihrer Freunde als Kochbuch heraus. Aber nicht ein Kochbuch wie viele andere, sondern eine praxisorientierte Anleitung auch für Anfängerinnen hatte sie im Sinn. Sie war der Meinung, dass gerade im Mittelstand immer mehr Hausfrauen selbst kochen müssten, anstatt diese Arbeit wie in der Oberschicht einer Köchin überlassen zu können.
Gerhard Schwarz