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Mit „Energie“ in eine spannende „Zeit“
Bgm. Nagl: „So kann Graz im nächsten Jahrzehnt punkten!“

„Runter mit der Nörgelquote! Stellen wir uns der aufregenden Zukunft und brechen in ein spannendes Jahrzehnt voller neuer Perspektiven auf!“ Voll Enthusiasmus stellte der bestens gelaunte Bürgermeister am letzten Tag des Jahres 2008 den zahlreich erschienenen JournalistInnen seine Visionen für „Graz 2020“ vor. Nagls wichtigste Themen für die Jahre 2010 bis 2020 sind „Zeit“ und „Energie“ – zwei Themen, „die der Murmetropole große wirtschaftliche Chancen bieten und internationales Profil geben können“.


Gesellschaftspolitische Anstöße für 2010 bis 2020: Bgm. Mag. Siegfried Nagl. Foto: Stadt Graz/Fischer
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Gesellschaftspolitische Anstöße für 2010 bis 2020: Bgm. Mag. Siegfried Nagl.
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„Es ist Zeit für das Thema Zeit“

Das Wahrzeichen von Graz ist ein Uhrturm – was liegt näher, als Graz zur Welthaupt-„Stadt der Zeit“ zu machen? „Zeit ist das brisanteste Thema der Gegenwart und Zukunft“, deshalb schwebt Bgm. Nagl die Gründung eines „Instituts für Zeit“ vor, an dem Uni-Fachrichtungen wie etwa Physik, Medizin, Theologie, Philosophie, beteiligt sind. Er will Fachleute aus aller Welt einladen, um die vielfältigen Aspekte der Zeit zu beleuchten – ob aus der Uhrenindustrie, den Logistik-Unternehmen, der Forschung. „Warum keinen ,Uhrenpark’ am Schloßberg errichten? Warum keine ,Zeitreise’ in den Berg hinein machen?“, dachte Nagl weiters an und freute sich schon auf die positiven Auswirkungen auf die Kongress- und Nächtigungszahlen.
Großes Interesse der JournalistInnen an der "Zukufts-Pressekonferenz" des Grazer Stadtoberhauptes.
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Großes Interesse der JournalistInnen an der "Zukufts-Pressekonferenz" des Grazer Stadtoberhauptes.
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„Energiepolitik statt nur Energie-Management“

Hart ging Nagl mit der derzeitigen Energiepolitik ins Gericht: „In Österreich und der Steiermark gibt es keine Energiepolitik mehr, sondern nur ein Energie-Management!“ Statt in nachhaltige Energie zu investieren, werde Geld gehortet, um neue Kraftwerke zu bauen – allein vier sind derzeit in und um Graz geplant –, noch mehr Kohlendioxid in die Luft zu blasen und viel Geld nach Brüssel zu überweisen, um sich von der Klimaschuld freizukaufen. 

„In Graz können wir eine Energiewende herbeiführen“, ist der Bürgermeister überzeugt. Mit nachhaltigen Projekten wie Hausdämmung, Solarenergie und Photovoltaik – Graz hat 2.000 Sonnenstunden im Jahr – könne die Stadt „vom Gashahn unabhängiger werden“. Rund 10 Millionen Quadratmeter Dachfläche gibt es in der Murmetropole. „Wenn wir nur 30 Prozent dieser Fläche für Solarenergie- und Photovoltaik-Projekte nutzen, hat das die Dimension des Kraftwerks Voitsberg“, ließ Nagl ausrechnen.  

„Wir werden alle möglichen Förderungen abholen und, falls notwendig, mit der Graz AG auch mit neuen Unternehmen in das Geschäftsfeld Energie einsteigen. Wir werden Preise für innovative Energieforschung ausschreiben, neue Ökoprojekte entwickeln – nicht umsonst habe ich mir grüne RegierungspartnerInnen gesucht – und qualifizierte Forschungs- und Arbeitsplätze im Bereich Energie schaffen“, kündigte er an. Wie die Gewinne der ESTAG sinnvoller zu nutzen wären, darüber wird das Stadtoberhaupt im Jänner mit Landeshauptmann Mag. Franz Voves ein erstes Gespräch führen.


Vorausdenken

„Als Bürgermeister ist es meine Aufgabe, vorauszudenken und ich will gesellschaftspolitische Anstöße geben“, unterstrich Nagl. „Auch wir können eine Wende schaffen; Graz kann mit diesen beiden Themen im nächsten Jahrzehnt punkten.“ Das Jahr 2009 soll der Vorbereitung und Planung dienen; ab 2010 wird Graz mächtig Gas geben. „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, für das Projekt ,Graz 2020’ Ideen einzubringen und mit uns in Kontakt zu treten“, wandte sich Siegfried Nagl abschließend an die Grazerinnen und Grazer.




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News vom: 31.12.2008



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