
Stadtrat Mag. Dr. Wolfgang Riedler überreicht am Dienstag, 27. Jänner 2009, den Kunstpreis der Stadt Graz an Sonja Gangl. In ihren Werken verbindet Gangl die Medien Fotografie, Video und Computer mit Zeichnung oder Malerei. Gerade diese Verbindung gilt als höchst aktuelle Erweiterung der Genres.
Dotiert ist der Preis, der seit 1986 alle zwei Jahre in Würdigung und Anerkennung des Gesamtschaffens auf dem Gebiet der bildenden Kunst vergeben wird, mit 14.500 Euro. Die Wahl der hochrangig besetzten Jury um Gertrude Celedin, Peter Weibel, Arnulf Rohsmann und Gerwin Peter Hoffmann fiel auf Sonja Gangl, weil sie in der Wechselwirkung zwischen Fotografie und Malerei sowohl ein formales als auch ein inhaltliches Spannungsfeld erzeugt, in dem sie ihre Themen Betrachtung und Voyeurismus, Begehren und Konsum, Sexualität und „Disembodied-Körperlichkeit" positioniert. Diesen künstlerischen Ansatz stufen die JurorInnen als Ausdruck eines intelligenten Diskurses zwischen traditionellen und zeitgenössischen Medien ein.
Die in Graz geborene Sonja Gangl absolvierte die Akademie der bildenden Künste sowie die Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Ihre Werke wurden in zahlreichen Städten Europas und in Asien ausgestellt sowie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In Graz sind ihre neuesten Arbeiten demnächst im Artelier Contemporary (Griesgasse 3) zu sehen (Vernissage am Mittwoch, 28. Jänner 2009, 19.00 Uhr).
Der Kunstpreis der Stadt Graz wird nicht ausgeschrieben, sondern die KandidatInnen werden von den Jurorinnen und Juroren nominiert. Zu den bisherigen PreisträgerInnen zählen international renommierte Künstler wie Erwin Wurm, Hartmut Skerbisch, Richard Kriesche und Günter Brus.
Autor: Mag. Gerhard Rupp , Büro Stadtrat Mag. Dr. Wolfgang Riedler