
Nur ein halbes Jahr nach Beginn der Umbauarbeiten steht die Kasemattenbühne vor ihrer Wiedereröffnung. Die wetterunabhängige, weil mit einem Schiebedach versehene Freiluftanlage präsentiert sich künftig nicht nur renoviert, sondern in seinen Funktionen sowohl für das Publikum als auch für die Künstlerschaft erheblich verbessert. So wurde die Bühne auf die gegenüberliegende Seite verlegt und mit einem Vorbau für einen eventuellen Orchestergraben versehen, im Eingangsbereich wurde die ehemalige „Löwengrube" freigelegt. Backstage gibt es jetzt endlich einen Garderobenbereich, womit die leidige Containerlösung endgültig der Vergangenheit angehört. Das Fassungsvermögen des Zuschauerraums konnte auf 1.100 Sitz- oder 1.400 Stehplätze vergrößert werden, erste Akustikmessungen brachten ein vielversprechendes Ergebnis.




Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl sieht das Projekt als eine Fortsetzung der Anstrengungen zur Belebung des Schloßbergs und verweist in diesem Zusammenhang auf Realisierungen wie Dom im Berg, den Lift oder den Neubau des Restaurants. Er will den Kasematten-Umbau als Zeichen gelebten kulturellen Auftrags und als weiteren Baustein für die Nachhaltigkeit des Titels „Kulturhauptstadt Europas 2003" verstanden wissen.
Eröffnungsprogramm
Für die Wiedereröffnung hat der Geschäftsführer und künstlerische Leiter der Grazer Spielstätten (Kasemattenbühne, Orpheum und Dom im Berg), Christoph Thoma, ein dreitägiges Eröffnungsprogramm zusammengestellt. Dieses steht, „weil ich es für einen gesellschaft- und kulturpolitischen Auftrag ansehe", unter dem Motto Integration und bringt neben dem Kinderkonzert „Clowncerto" am 17. Mai um 11 Uhr „Großartige Frauenstimmen" auf den Schlossberg.
Türkische Lieder & Fado
Am 15. des Monats um 20 Uhr singt und tanzt Aynur ihren Glauben und sorgt für Sehnsucht nach Anatolien, tags darauf ergibt sich ab 22 Uhr Cristina Branco in einer Fado-Nacht ausdrucksstark dem Schicksal.
Text: Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Graz
Fotos: Stadt Graz/Foto Fischer