
Das zu Fuß gehen stellt die ureigenste und allgemeinste Form menschlicher Mobilität dar. Der/die FußgängerIn bildet das Rückgrat eines menschen- und umweltverträglichen Verkehrssystemes. FußgängerInnen sind aber auch die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen - vor allen Kinder und SeniorInnen legen den Großteil ihrer Wege "per Pedes" zurück. Eine ausgedehnte FußgängerInnenzone und viele Maßnahmen zur Verkehrssicherheit machen das zu Fuß Gehen in der Murmetropole besonders attraktiv. Seit dem Jahr 1986 ist unter dem Titel "Platz für Menschen" ein großer Schritt zur Verbesserung der Verhältnisse für den FußgängerInnenverkehr, vor allem in der Innenstadt, getan worden.
Der FußgängerInnenverkehr hat in Graz in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Durch umfassende Förderungsmaßnahmen möchte die Stadt Graz dessen Weganteil wieder erhöhen. Wesentlich für eine fußgängerInnenfreundliche Stadt ist ein flächendeckendes und sicheres Fußwegnetz, das es allen Bevölkerungsgruppen ermöglicht, auf kürzerstem Weg attraktive Ziele zu erreichen. Der/die FußgängerIn soll ohne Umwege zu allen wichtigen Einrichtungen seiner/ihrer nächsten Umgebung (Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Geschäfte, Einrichtungen der medizinischen Versorgung etc.) gelangen können.
Weiters ist auf eine verbesserte Durchlässigkeit von Siedlung- und Industriegebieten, den Abbau von Barrieren (z.B. Querung von übergeordneten Verkehrsanlagen) und die Möglichkeit der Schaffung von Wegen entlang von Wasserläufen und "Grünen Achsen" zu achten. Traditionelle Fußwege sind grundsätzlich zu erhalten und schrittweise auszubauen. Ähnlich dem Radverkehrsnetz soll ein zusätzliches, vom Straßennetz unabhängiges, Wegnetz für den FußgängerInnenverkehr entstehen.