

Umweltamtsleiter Dr. Werner Prutsch, Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker, Pater Matthias Maier (v.l.n.r.) im Kreuzhof des Franziskanerklosters.Die Sanierung alter, denkmalgeschützter Gebäude nach neuesten Energiestandards ist in allen europäischen Städten ein brisantes Thema. Denkmalschutz, Platzmangel und die Spezialität alter Fassaden stellen DenkmalschützerInnen wie EnergieexpertInnen vor große Herausforderungen. Im Rahmen eines Pressegesprächs im Grazer Franziskanerkloster präsentierten Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker, Pater Matthias Maier und der Leiter des Grazer Umweltamtes DI Dr. Werner Prutsch heute ein Grazer Vorzeigeprojekt, das auf alle Fragen im Zusammenhang mit der energieeffizienten Sanierung alter Bausubstanzen Antwort geben soll.
Das - wie vergangene Woche bekannt wurde - vom Klima- und Energiefonds des Bundes mit 1,1 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt „denkMALaktiv" ermöglicht sowohl eine neuartige Grundlagenarbeit auf diesem Spezialgebiet, als auch die Entwicklung eines konkreten Pilotprojektes für ein „Netto-Null-Emissions-Haus" am Beispiel des Grazer Franziskanerklosters. Pater Matthias Maier betonte, dass durch die Einbindung des Bundesdenkmalamtes ganz besonders auf ein Miteinander von neuen Technologien und Anforderungen des Denkmalschutzes und der Ästhetik geachtet werden würde. Bürgermeister - Stellvertreterin Lisa Rücker, die das Projekt seitens des Umweltamtes der Stadt Graz unterstützt, meinte weiters: „Das ist ein großartiges Leitprojekt für eine Stadt wie Graz, die als UNESCO-Weltkulturerbe eine ganz besondere Verantwortung im Umgang mit alten Bausubstanzen hat. Mit der Unterstützung des Klimafonds können wir hier in Graz Pionierarbeit für ganz Österreich leisten."
„Konkret werden im Rahmen des Forschungsprojektes für 5 typische Gebäude in der Grazer Innenstadt jeweils 3-5 Sanierungskonzepte entwickelt und mittels dynamischer Simulation optimiert. Die gewonnen Erfahrungen und Ergebnisse werden zielgruppenspezifisch aufbereitet und aktiv verbreitet", erklärt der Leiter des Umweltamtes, Dr. Werner Prutsch. „Von diesem Projekt wird in Österreich sehr viel erwartet", so Prutsch abschließend. „Es kann mittelfristig einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der CO²- und Feinstaubbelastung in österreichischen Ballungsräumen leisten."
Text: Mag. Nicole Kuss, Vizebgm. Rücker