

Dr. Heinz Rabussay (links), Stadtrat Riedler und Klubobmann Piffl-Percevic mit der Tochter und der Enkelin Gorbachs, Dr. Alfonsa Mittag und Elisabeth Kroh nach der feierlichen Einweihung des neuen Standplatzes für das Denkmal.
Alfons Gorbach wurde 1898 in Tirol geboren, kam aber schon in jungen Jahren nach Graz. In der 1. Republick war er als Gemeinderat der Landeshauptstadt und als Landesrat tätig. Als Landesführer der Vaterländischen Front in der Steiermark organisierte er im Februar 1938 eine Großkundgebung für ein freies und unabhängiges Österreich, was ihm wenige Wochen später die Rache der Nationalsozialisten eintrug. Während eines Wien-Aufenthaltes, bei dem er Kanzler Schuschnigg zu einem härteren Vorgehen gegen die Nazis bewegen wollte, wurde er verhaftet und mit dem ersten Politiker-Transport ins KZ Dachau deportiert. Fünf Jahre und acht Monate sollte er in den Todeslagern verbringen.
Nach dem Krieg zog er für die neugegründete Volkspartei in den Nationalrat ein, seine politische Arbeit galt der Aussöhnung der Menschen aller Lager in Österreich und dem Zusammenwachsen zu einer Nation. Von 1961 bis 1964 hatte er die Funktion des Bundeskanzlers inne, die immer vom Bemühen um den größtmöglichen Konsens geprägt war. Gorbach starb 1972 in Graz.
Text. Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Graz