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28.07.2009

City-Workshop

Neue Kooperationen zwischen Darmstadt und Graz

Fruchtbringende Gespräche: Die (Ober)Bürgermeister Hofmann und Nagl, Stadträtin Grabner. 
Fruchtbringende Gespräche: Die (Ober)Bürgermeister Hofmann und Nagl, Stadträtin Grabner.Fruchtbringende Gespräche: Die (Ober)Bürgermeister Hofmann und Nagl, Stadträtin Grabner.
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die steirische Landeshauptstadt Graz sind seit 41 Jahren durch eine offizielle Städtepartnerschaft eng miteinander verbunden. Von 27. - 28. Juli 2009 hielt sich eine hochrangige Delegation aus Darmstadt unter Leitung von Oberbürgermeister Walter Hoffmann in Graz auf, um mit den KollegInnen in Graz an einem Workshop zum Thema „Citymarketing" teilzunehmen. Dabei wurden Bestandsaufnahmen sowie Vergleiche zu diesem Themenkreis angestellt und über weitere Kooperationen nachgedacht.
 
„Die beiden Städte haben gleichartige Problemstellungen zu lösen. Mit diesem Workshop bieten wir einen neuen Ansatz in der internationalen Zusammenarbeit auf Städteebene: Projektbezogen und themenzentriert", erklärte der Grazer Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl zu Beginn. Oberbürgermeister Hoffmann betonte ebenso: „Ein solcher Erfahrungsaustausch ist ein starkes Zeichen für eine gelebte Städtepartnerschaft. Wir können viel voneinander aber auch miteinander lernen."

Vor allem im Bereich des Citymarketing gilt es in Zukunft ähnlichen Herausforderungen gegenüberzutreten. „Dieser Workshop soll ein erster Impuls für einen regen Austausch der Citymanager Heimo Maieritsch und Anke Jansen aus Darmstadt sein", so Wirtschafts- und Tourismusstadträtin Mag. (FH) Sonja Grabner.

Der Darmstädter Oberbürgermeister Hoffmann zeigte sich aus seiner Sicht begeistert von verschiedenen Grazer Ansätzen in der Vermarktung des Handelsstandorts. „Wir nehmen manche Idee mit zurück nach Deutschland, die für unsere tägliche Arbeit wertvoll sein wird. Als Beispiel nannte er den Kaiser-Josef-Markt, den die Delegation besucht hatte und wo das Gespräch mit Marktbeschickern gesucht worden war. In Darmstadt steht die Neugestaltung des Wochenmarktes als Projekt auf der Agenda. Weitere Punkte, die für die Darmstädter hochinteressant waren, sind der Grazer Advent und der GrazGutschein.

 
Ideenbringer
Auch die CitymanagerInnen und die Wirtschafts-und Tourismusverantwortlichen beider Städte gehörten den Delegationen an. 
Auch die CitymanagerInnen und die Wirtschafts-und Tourismusverantwortlichen beider Städte gehörten den Delegationen an.Auch die CitymanagerInnen und die Wirtschafts-und Tourismusverantwortlichen beider Städte gehörten den Delegationen an.
 
Für die Grazer Teilnehmer waren vor allem zwei Ansätze aus Darmstadt von großer Bedeutung. Die hessische Stadt hat schon seit Jahren einen klaren Wissenschaftsschwerpunkt, der auch in den Bereichen Handel und Tourismus positiv verwertet wird. „Die Ansätze aus Darmstadt in diesem Bereich sind für uns Ideenbringer, vor allem wenn es um den Ausbau der Marke Wissensstadt Graz geht", so Grabner. „Es ist uns wichtig dieses Stärkefeld noch weiter auszubauen und die Bildung und Wissenschaft noch stärker erlebbar zu machen. Eine weitere Anregung für die Grazer Teilnehmer waren die verschiedensten Aktivitäten der Darmstädter KollegInnen zur Forcierung einer familienfreundlichen Innenstadt, darunter z.B. die Installierung einer „Lego Lounge" sowie die Verteilung von „Kinderboxen" (Mal- und Spielutensilien mit Darmstädter Motiven) an die GastronomInnen und Innenstadt-HändlerInnen.
 
Trendumkehr
„Sowohl Darmstadt als auch Graz spüren eine Trendumkehr. Es kommt immer mehr zu einer Rückbesinnung auf den urbanen Raum. Wir sehen dies gerade in beiden Städten an den steigenden Geburtenraten und den steigenden Bevölkerungszahlen", erklärte Nagl.
Gemeinsam will man in Zukunft über eine Serviceoffensive für HändlerInnen und deren MitarbeiterInnen nachdenken. „Denn schlussendlich steht im Handel immer der Mensch im Mittelpunkt", so Grabner
Da in beiden Städten die für Citymarketing zuständigen Persönlichkeiten eng an die Tourismusorganisationen gekoppelt sind, wurde auch für diesen Bereich ein laufender Erfahrungsaustausch ins Auge gefasst, vor allem um zukünftige Trends zu erkennen und Handlungsstrategien zu erarbeiten.
 
Weitere Talks vereinbart

Als konkreten Anknüpfungspunkt der nächsten Kooperationen benannten Nagl und Hoffmann die Wirtschaftsförderung. Entwickelt wurde die Idee einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe („Business Talks") zu verschiedenen wirtschaftlichen Themen, beispielsweise „Erneuerbare Energien". Diese Talks sollen sowohl in den beiden Städten stattfinden, aber auch mit zeitgleichen Veranstaltungen mit gegenseitiger Videokonferenz gelöst werden. Desweiteren will man ansässige Unternehmen bei der Anbahnung von Business-to-Business-Gesprächen vor allem in den Bereichen IT und Weltraumtechnik unterstützen.
Abschließend bedankte sich Bürgermeister Siegfried Nagl bei seinem Amtskollegen aus Darmstadt für die zahlreichen Initiativen im städtepartnerschaftlichen Bereich: „Das ist vorbildlich und ein Ansporn für uns alle noch aktiver zu werden."

Text: Michael Wildling, Büro Stadträtin Mag. (FH) Grabner

 
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