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30.12.2009

Haustiere im Kracher-Stress

Tipps, wie Ihr Vierbeiner gut durch die Silvesternacht kommt

Auch für Balou gilt: Am Silvesterabend nur mehr eine kurze Gassi-Runde, um ihm möglichst viel Lärm zu ersparen. Fotos: Wilfling 
Auch für Balou gilt: Am Silvesterabend nur mehr eine kurze Gassi-Runde, um ihm möglichst viel Lärm zu ersparen. Fotos: Wilfling
 
Die Einen finden´s lustig und geben viel Geld dafür aus - die Anderen leiden darunter: Silvesterkracher und Feuerwerkkörper. Die Lärmbelästigung in der Silvesternacht (von der verstärkten Feinstaubbelastung ganz zu schweigen) macht nicht nur vielen Menschen zu schaffen, sondern auch deren Haustieren. Hunde und Katzen, die den Lärm dank ihres empfindlichen Gehörs als absolut ohrenbetäubend wahrnehmen, verkriechen sich völlig verängstigt in einen Winkel, schrecken bei jedem Kracher zusammen, sind in Panik, die oft tagelang anhält.

Tiere, die im Freien unterwegs sein dürfen, sind verwirrt und verirren sich und landen nach tagelanger Odyssee im Tierheim (wenn sie Glück haben). Für manche Tiere endet Silvester auch tödlich: Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen regen sich als Tiere mit ausgeprägtem Fluchtinstinkt so über den Lärm auf, dass schon so manches am Stress gestorben ist.

Deshalb hier einige Tipps, wie man seinen vierbeinigen und gefiederten Freunden helfen kann, die Silvesternacht halbwegs unbeschadet zu überstehen.

 
Bleiben Sie gelassen!
• Lassen Sie Ihre Haustiere bitte nicht allein daheim! Verzichten Sie lieber auf die Silvesterparty bei Freunden - allein Ihre Anwesenheit zuhause beruhigt Hund & Katz in der letzten Nacht des Jahres. Auf keinen Fall sollten Sie selbst als Tierhalter Feuerwerkskörper abschießen!
• Schließen Sie die Fenster, lassen Sie Rollo und Jalousien herunter. So dämpfen Sie den Lärm und die Lichtreflexe.
• Stellen Sie den Käfig von Kleintieren und Vögeln in einen ruhigen Raum, möglichst weit weg vom Fenster und Balkon, legen Sie eine Decke darüber.
• Lassen Sie Ihre Katze am Silvestertag nicht aus dem Haus, damit sie nicht durch Kracher verschreckt wird und sich verirrt. Lassen Sie für Ihre Mieze einen ruhigen, dunklen Raum offen, in den sie sich zurückziehen kann.
• Gehen Sie mit Ihrem Hund am Vormittag, solange es noch ruhig ist, eine lange Gassi-Runde. Machen Sie am Abend nur eine kurze Runde, gerade so lange, dass Bello sein Geschäft erledigen kann. Bleiben Sie möglichst in der Nähe Ihres Hauses/Ihrer Wohnung, für den Hund die sichere „Burg". Halten Sie Ihren Hund immer an der Leine! Auch Wuffi & Co. brauchen in der Silvesternacht eine ruhige, dunkle Umgebung - stellen Sie Ihrem Vierbeiner die Transportbox oder seinen Lieblingskorb unter einen Tisch oder in eine sichere Ecke.
• Drehen Sie den Fernseher auf! Diese Geräuschkulisse sind die Haustiere gewöhnt und der Lärm aus dem TV überdeckt ein bisschen den Lärm von draußen.
• Bleiben Sie selbst ruhig und gelassen, laufen Sie nicht aufgeregt in der Wohnung herum. Sie müssen dem Tier Sicherheit und Ruhe vermitteln - „es ist alles in Ordnung!" Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Hund/Ihre Katze, ermöglichen Sie Körperkontakt, aber übertreiben Sie nicht: Wenn Sie das Tier herumtragen und bedauern und trösten, glaubt es tatsächlich, es hätte Grund sich zu fürchten.
• Der Einsatz von Bach-Blüten (Rescue-Tropfen) und vor allem von Beruhigungsmitteln bei Hunden ist sehr umstritten - sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Tierarzt und geben Sie Ihren Hausgenossen nur Medikamente, die von ihm verschrieben wurden!

Zum Abschluss sei noch einmal darauf hingewiesen: Der Gebrauch von Raketen und Krachern der Klasse 2 ist im Ortsgebiet prinzipiell verboten - natürlich auch in der Silvesternacht!

 
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