

Bürgermeister Siegfried Nagl (re) präsentierte den Rahmenplan gemeinsam mit Stadtbaudirektor Bertram Werle.
Das Gebiet im Grazer Westen, für das der Rahmenplan erstellt wurde, umfasst insgesamt rund 100 Hektar.

Zentrale Achse im Zentrum der "young city": die Esplanade, eine attraktiv gestaltete Hauptverkehrsader, die zum Flanieren einlädt.Nun nimmt die Entwicklung des neuen Stadtteils im Grazer Westen konkrete Formen an: Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle präsentierten heute, 5. Februar 2010, der Öffentlichkeit den Rahmenplan für die Entwicklung der Reininghaus-Gründe sowie angrenzender Gebiete.
"Mit heutigem Tag leben in Graz 300.941 Menschen, und alle Prognosen weisen klar auf eine weitere Bevölkerungszunahme in Ballungsräumen hin. Die Altstadt im Zentrum wird daher in Zukunft um eine "young city" im Grazer Westen erweitert werden", kündigte Bürgermeister Nagl an.
Der vorgestellte Rahmenplan soll in der kommenden Gemeinderatssitzung am 25. Februar beschlossen werden. Er dient als Grundlage für das neue Stadtentwicklungskonzept sowie den Flächenwidmungsplan.
Esplanade, Grünräume und Verkehrslösungen
"Wir wollen Grundlagen für eine gute Lebensqualität schaffen und einen hohen Grünraumanteil sichern. Dafür brauchen wir einen flexiblen Rahmen, der klare Orienterung bietet", betonte Baudirektor Werle bei der Präsentation der Planungen. Rund 100 Hektar umfasst das gesamte Entwicklungsgebiet im Grazer Westen, wovon mehr als die Hälfte auf die Reininghaus-Gründe entfällt. Dieses Areal soll künftig in rund zwanzig Stadtquartiere gegliedert sein, die jeweils einen fixen Grünraumanteil von rund zehn Prozent umfassen. Zentrale Anziehungspunkte sollen ein groß angelegter Park sowie eine Esplanade - also eine attraktiv gestaltete Hauptverkehrsstraße - sein.
Starkes Engagement der Stadt
Durch den vorliegenden Rahmenplan sollen Investoren Planungs- und Rechtssicherheit erhalten und zugleich die Steuerungsfunktion der Stadt erfüllt werden. Voraussetzung für das Entstehenen des neuen Stadtteils ist, so der Stadtbaudirektor, ein weiteres starkes Engagement der Stadt, denn: "Im öffentlichen Interesse gelegene Flächen, etwa für öffentlichen Grünraum, Erschließungsstraßen, Schulen, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen müssen rechtzeitig gesichert werden!"