

Die Einführung einer verbindlichen 50-Prozent-Frauenquoten forderte ein Frauenkomitee heute, 8. März 2010, dem Weltfrauentag, auf dem Grazer Hauptplatz. Fotos: Stadt Graz/FischerAm heutigen „Internationalen Frauentag" machte das Grazer „8. März-Komitee" auf dem Hauptplatz wieder einmal darauf aufmerksam, dass eine gerechte Verteilung von Einkommen und Beschäftigungsverhältnissen noch lange nicht erreicht ist und forderte eine 50-Prozent-Frauenquote, denn: „Ohne Frauenquote gibt es über weite Strecken in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien ganz selbstverständlich eine 100-Prozent-Männerquote - nur wird diese nicht so genannt!", so die Unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz, Maggie Jansenberger. „Die Situation in Österreich bezüglich der Repräsentanz von Frauen entspricht nicht ihrem Anteil an der Bevölkerung - eine Quotenregelung einzuführen, bedeutet deshalb, ein Instrument zur Behebung struktureller Ungerechtigkeiten einzusetzen."

Maggie Jansenberger, die Unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz, mit zwei "Bewohnerinnen von Utopia" - auf diesem fiktiven Planeten ist Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern schon Realität!
• Im österreichischen Parlament sind nur 27,3 Prozent der Abgeordneten Frauen - in Ruanda sind es 56 Prozent!
• In den Aufsichtsräten und Vorständen großer Firmen sitzen nur 8,7 Prozent Frauen.
• Nur 3,5 Prozent Frauen sind in den Geschäftsführungen von börsennotierten Unvernehmen zu finden.
• Insgesamt gibt es nur 28,7 Prozent Frauen in Führungspositionen.
Konkret auf Graz bezogen, verwies Jansenberger darauf, dass in etlichen Tochterunternehmen der Stadt Graz keine einzige Frau in der Chefetage zu finden ist. Um diese Männerstrukturen aufzubrechen, schlägt die Unabhängige Frauenbeauftragte die Einführung einer Frauenquote bei den stadteigenen und -nahen Betrieben vor.
Links: Frauenstadträtin Elke Edlinger
Frauenreferat der Stadt Graz
Unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz
Text: Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Graz