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27.08.2010

Katastrophenschutz: Graz ist gut gerüstet

Feuerwehr entwickelte umfassendes Alarm- und Einsatzsystem

 
Neue Messgeräte: Der Wasserstand von fünf Bächen wird ständig lückenlos erfasst, neu weitere Messstellen sind geplant. 
Neue Messgeräte: Der Wasserstand von fünf Bächen wird ständig lückenlos erfasst, neu weitere Messstellen sind geplant.Neue Messgeräte: Der Wasserstand von fünf Bächen wird ständig lückenlos erfasst, neu weitere Messstellen sind geplant.
 
"Wir sind bestens vorbereitet, Schäden kann man im Ernstfall aber dennoch nie ausschließen", sagte Bürgermeister Nagl. 
"Wir sind bestens vorbereitet, Schäden kann man im Ernstfall aber dennoch nie ausschließen", sagte Bürgermeister Nagl."Wir sind bestens vorbereitet, Schäden kann man im Ernstfall aber dennoch nie ausschließen", sagte Bürgermeister Nagl.
 
Durch die neuen GAK-Karten weiß die Feuerwehr auf Knopfdruck, wo wieviele Menschen gefährdet, wo Trafostationen oder Tankstellen bedroht sind. 
Durch die neuen GAK-Karten weiß die Feuerwehr auf Knopfdruck, wo wieviele Menschen gefährdet, wo Trafostationen oder Tankstellen bedroht sind.Durch die neuen GAK-Karten weiß die Feuerwehr auf Knopfdruck, wo wieviele Menschen gefährdet, wo Trafostationen oder Tankstellen bedroht sind.
 
Stadträtin Sonja Grabner: "Wir haben 3,4 Millionen Euro in neue Geräte investiert." 
Stadträtin Sonja Grabner: "Wir haben 3,4 Millionen Euro in neue Geräte investiert."Stadträtin Sonja Grabner: "Wir haben 3,4 Millionen Euro in neue Geräte investiert."
 
Katastrophenschutzexperte Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz und Oberbrandrat Helmut Nestler informierten über die Analyse von Wetterdaten und der Einsatzplanung der Grazer Feuerwehren. 
Katastrophenschutzexperte Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz und Oberbrandrat Helmut Nestler informierten über die Analyse von Wetterdaten und der Einsatzplanung der Grazer Feuerwehren.Katastrophenschutzexperte Oberbrandrat Ing. Heimo Krajnz und Oberbrandrat Helmut Nestler informierten über die Analyse von Wetterdaten und der Einsatzplanung der Grazer Feuerwehren.
 

Einen Blick hinter die Kulissen der Katastrophenschutzzentrale in der Grazer Feuerwehr gewährte Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl heute, 27. August 2010, gemeinsam mit Feuerwehr-Stadträtin Mag. (FH) Sonja Grabner. Inmitten der Katastrophenleitstelle am Grazer Lendplatz wurde das neue Maßnahmenpaket für einen effektiveren Hochwasserschutz in Graz vorgestellt. "Schäden im Ernstfall können ja nie vollständig ausgeschlossen werden", betonte der Bürgermeister, "doch wir haben jetzt die Ressourcen geschaffen und uns innerhalb des Hauses Graz verstärkt vernetzt, um bestmöglich auf Ernstfälle vorbereitet zu sein."

Folgende Maßnahmen sollen für besseren Schutz vor Hochwässern sorgen:

Messstellen-Netz überwacht Grazer Bäche
Nahezu in Echtzeit werden ab sofort die Pegelstände der hochwassergefährdeten Bäche in Graz überwacht. Fünf Messstellen der Abteilung Grünraum und Gewässer sorgen bislang am Mariatrosterbach, am Schöckelbach, am Gabriachbach, sowie am Einödbach sowie in der Mur für lückenlose Überwachung des Wasserstandes. Weitere neun Messgeräte sind bereits in Planung. Damit die Geräte gerade im Ernstfall funktionieren, haben diese teilweise eine autonome Stromversorgung und liefern rund um die Uhr den Einsatzorganisationen aber auch den Hochwasserexperten der Abteilung Grünraum und Gewässer notwendige Daten für deren tägliche Arbeit und sind eine wichtige Grundlage im Zuge der Einsatzvorbereitung der Grazer Feuerwehren.

Objekteinsatzpläne für alle Bäche
Systematisch, effektiv und schnell vom Chaos zur Ordnung - so soll Hilfe im Ernstfall funktionieren. Damit dies möglichst rasch gelingt, haben die Fachleute der Feuerwehr gemeinsam mit den Experten der Abteilung Grünraum und Gewässer nun für alle hochwassergefährdeten Bäche der Stadt einen eigenen Einsatzplan für den Katastrophenfall entwickelt.

Ampel-Alarmsystem
Nach dem Ampelprinzip Grün - Gelb - Rot funktioniert das neue Informations- und Alarmsystem der Grazer Feuerwehr für Naturkatastrophenfälle und sonstige Elementarereignisse wie Sturm, Hagel und Schnee.
Grün bedeutet beispielsweise: Noch geht alles, doch eine Gefährdung ist denkbar. Man sollte sich zum Beispiel überlegen, ob man sein Auto in die Tiefgarage stellt.
Gelb bedeutet: Gefahr droht. Man hätte aber noch eine halbe Stunde Zeit, um sich, andere Personen und das Auto in Sicherheit zu bringen.
Rot bedeutet: Akute Gefahr. Schützen Sie nur noch Ihr Leben und das anderer Menschen, aber denken Sie nicht mehr an Ihren Wagen oder die Ihre Geräte im Keller.

GAK - Grazer Abwehrkarten: Wo sind Trafostationen im Keller? Wie viele Menschen wohnen im Umkreis eines Schadensereignisses? Oder sind gar Tankstellen oder Kinderbetreuungseinrichtungen bzw. Schulen betroffen? Diese für den Ernstfall relevanten Fragen können ab sofort auf Knopfdruck durch die die Einsatzkräfte der Feuerwehr abgerufen werden. Hinter diesem "GAK-System" steckt eine Verknüpfung aller relevanten Geodaten der Stadt Graz und wurden gemeinsam mit der Stadtvermessung erarbeitet.

 

Weitere Investitionen
Die entwickelten Maßnahmen der Grazer Feuerwehr gehen aber über diese Investitionen hinaus, betonte Feuerwehr-Stadträtin Sonja Grabner. "Wir haben Sandabfüllmaschinen angeschafft, haben 3,4 Millionen Euro in Geräte, Infrastruktur, Spezialfahrzeuge, Schutzausrüstung und Maßnahmen investiert und auch die Telefonleitungen in der Notrufzentrale der Feuerwehr verdoppelt." Neben diesen Hochwasser-abwehrenden Aktionen dürfen aber auch die vorbeugenden Maßnahmen sowie der Selbstschutz der Bevölkerung nicht vergessen werden. Die noch ausständigen Hochwasserschutz-Maßnahmen wie der Bau von Rückhaltebecken, versicherten Bürgermeister Nagl und Stadträtin Grabner, werden basierend auf dem im Gemeinderat beschlossenen Sachprogramm Grazer Bäche weiter mit Nachdruck realisiert.

 

Links:
www.feuerwehr.graz.at
www.hochwasserschutz.graz.at
www.graz.at/nagl
www.graz.at/grabner

Fotos: Stadt Graz/Foto Fischer, Miriam Primik

 
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