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Rathaus

10.11.2011

Profit einmal ganz ohne Sünde

20 Jahre-ÖKOPROFIT-Vernisage in der Jugendgalerie

Ob ihm so sehr um unsere Umwelt bange ist, oder ob er in seiner Kleidung farblich einfach Asche und erstarrte Lava seines Lieblings-Fotoobjektes - nämlich der Vulkane in aller Welt - nachempfindet, lässt sch nicht so leicht verifizieren. Jedenfalls kreuzen sich die Wege des „Mannes in Schwarz“ in der unverkennbaren Persönlichkeit des Fotografen Harry Schiffer seit Jahren mit jenen des Grazer Umweltamtes. Und er ist in diesen sporadischen Begegnungen nach eigenen Angaben ökologisch durchaus ein wenig vom Saulus zum Paulus gereift und hat dabei immer wieder sein glühendes (Umwelt)Herz in all dem Schwarz entdeckt.
 
Poetische und humorvolle Anmerkungen
Was lag also näher, als ihn im Jahr des 20-jährigen Bestehens von ÖKOPROFIT zu ersuchen, dem vielschichtigen Grazer Umweltprogramm „endlich ein Gesicht (aus vielen Facetten) zu geben“, wie es Programmleiterin Margit Baumhakel aus dem Umweltamt anlässlich der Vernissage der Fotoausstellung zu „Muss Profit den Sünde sein“ in der Jugendgalerie des Grazer Rathauses ausdrückte. In Kooperation mit dem städtischen Kulturamt und der Kulturvermittlung Steiermark kam an einem solchen Ort freilich auch die Jugend zu Wort: Schüler und Schülerinnen der BHAK Grazbachgasse hatten die großformatigen Bilder aus den Grazer ÖKPROFIT-Betrieben mit teils poetischen, teils humorvollen Anmerkungen versehen, die sie als eine Art Bilder-PatInnen bei der Vernissage auch persönlich vortrugen. Damit konnten nach Ansicht von SP-Klubobmann Karl-Heinz Herper Brücken zwischen Generationen und – wie eben bei ÖKOPROFIT selbst – natürlich auch zwischen  Ökologie und Ökonomie, aber auch zwischen Umwelt und Kunst gespannt werden. Ein Schulterschluss, wie er in beinahe apokalyptischen Zeiten für Wirtschaft und Umwelt für den gestandenen Umwelt- und Kulturpolitiker unabdingbar ist.
 
Beispielgebender Gegenbeweis
Freilich könne man in Zeiten wirtschaftlicher Rezession und der zerstörerischen Allmacht der Finanzmärkte durchaus auch zur Ansicht kommen, dass reines Profitstreben auf jeden Fall Sünde sei, ging Grünen-GRin Pavlovec-Meixner auf das Motto der Ausstellung ein. Wäre da nicht der beispielgebende Gegenbeweis der ÖKOPROFIT-Betriebe, denen sie in den gezeigten Bildern wie in ihrer gelebten Praxis den „Profit für alle“ attestierte.

Und so geht „Muss Profit denn Sünde sein?“ – beinahe schon symptomatisch – nach der Jugendgalerie im Rathaus (zu sehen noch bis 5. Jänner 2012) in die Wirtschaftskammer (10. Jänner bis 3. Februar 2012)  und dann in Arbeiterkammer Graz (8. Februar bis 9. März 2012), um schließlich auch anderen nationalen und internationalen ÖKOPROFIT-Partnerstädten angeboten zu werden.    

 
Fotokünstler Harry Schiffer mit Schülerinnen der BHAK Grazbachgasse. 
Fotokünstler Harry Schiffer mit Schülerinnen der BHAK Grazbachgasse.Fotokünstler Harry Schiffer mit Schülerinnen der BHAK Grazbachgasse.
 
20 Jahre ÖKOPROFIT haben ein facettenreiches Gesicht bekommen. 
20 Jahre ÖKOPROFIT haben ein facettenreiches Gesicht bekommen.20 Jahre ÖKOPROFIT haben ein facettenreiches Gesicht bekommen.
 
Die Ausstellung ist bis 5.1.2012 in der Jugendgalerie zu sehen. Alle Fotos: Stadt Graz/Foto Fischer. 
Die Ausstellung ist bis 5.1.2012 in der Jugendgalerie zu sehen. Alle Fotos: Stadt Graz/Foto Fischer.Die Ausstellung ist bis 5.1.2012 in der Jugendgalerie zu sehen. Alle Fotos: Stadt Graz/Foto Fischer.
 
 
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