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News + Aktuelles

05.07.2012

Aus dem Gemeinderat III

Dringliche Anträge

Aus dem Gemeinderat berichten Sonja Tautscher und Angela Schick. Fotos: Stadt Graz/Fischer
 
Hohe Dynamik im Grazer Westen ...
GRin Gerda Gesek 
GRin Gerda Gesek
 

... erfordert dynamische Lösungen für den Verkehr! Drei wichtige Faktoren bringen in naher Zukunft eine große Dynamik in die westlichen Stadtbezirke: Die Nahverkehrsdrehscheibe am Hauptbahnhof, die Entwicklung rund um Reininghaus sowie die Smart City. Weil kaum ein anderer Grazer Bezirk derart große Auswirkungen wie Eggenberg erfährt, so ÖVP-Gemeinderätin Gerda Gesek, soll im Laufe der nächsten sechs Monate für dieses Gebiet ein integriertes Verkehrskonzept erstellt werden. Weiters steht auf der Wunschliste der Mandatarin eine Haltestelle der Linie 62 vor dem Schloss Eggenberg. Ihr Dringlicher Antrag stieß bei allen Fraktionen außer den Grünen auf offene Ohren.

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ABGELEHNT: Soviel Familie wie möglich ...
GR Sissi Potzinger 
GR Sissi Potzinger
 

... und so viel institutionelles Angebot wie unbedingt nötig. Unter diesem Motto macht sich ÖVP-Gemeinderätin Sissi Potzinger für eine Flexibilisierung der Kinderbetreuung stark. Familien brauchen flexible Kinderbetreuungseinrichtungen, damit sie auch das Berufsleben gut unter einen Hut bringen, fordert sie in ihrem Dringlichen Antrag. Konkret will Potzinger das in Form einer Anpassung des Steiermärkischen Kinderbetreuungsgesetzes erreichen, wonach die Elternersatzbeiträge auch dann gewährt werden sollen, wenn das Kind in weniger als 4 aufeinander folgenden Wochen während der Sommerferien betreut wird. Auch sollte es möglich sein, Krippenplätze, aber auch Lernbetreuung entsprechend den Bedürfnissen der Familien tageweise in Anspruch zu nehmen. Überzeugen konnte die Familienpolitikerin damit ihre KollegInnen nicht - der Antrag wurde von SPÖ, Grünen, FPÖ und KPÖ abgelehnt.

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Mehr Platz für Grazer Bellos ...
GR Klaus Eichberger 
GR Klaus Eichberger
 
... und zwar in allen Teilen der Stadt: Mehr eingezäunte Hundewiesen und eine bessere Ausstattung dieser Flächen fordert Klaus Eichberger, Gemeinderat der SPÖ. Er kritisiert in seinem Dringlichen Antrag, dass zumindest eine eingezäunte Hundewiese pro Stadtbezirk zur Verfügung stehen sollte, damit die Tiere freien Auslauf genießen können. Mögliche Flächen für diese Zwecke könnten im Stadtpark, im Umfeld des Südgürtels sowie beim Murkraftwerk gefunden werden. Die Hundewiesen würden neben den gängigen Sackerl-Automaten auch einen Wasser-Anschluss benötigen, um den HundebesitzerInnen das Schleppen von Wasserkanistern zu ersparen. Auch sollte überlegt werden, die Hundewiesen während der Nachtstunden zu sperren, damit diese Einrichtungen nicht zur Belastung für Anrainer werden. Ihr Herz für Tiere - oder zumindest für diesen Antrag - zeigten alle GemeinderätInnen, der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

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Fahrradstraßen einführen, ...
GR Karl Dreisiebner 
GR Karl Dreisiebner
 

... um die sanfte Mobilität zu fördern: Das will Grün-Gemeinderat Karl Dreisiebner mit seinem Dringlichen Antrag, in dem er die Einführung von Fahrradstraßen in der Straßenverkehrsordnung fordert. Auf diesen Flächen wäre der Fahrzeugverkehr auf ein notwendiges Maß beschränkt, denn neben dem Radverkehr wären nur Zu- und Abfahrten, öffentliche Verkehrsmittel sowie Straßendienste erlaubt. Dreisiebner verweist auf Beispiele aus Deutschland und Holland, die zu einer deutlichen Steigerung der Attraktivität des Radverkehrs und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit führten. Überzeugen konnte Dreisiebner mit diesem Vorstoß die MandatarInnen von ÖVP, SPÖ, Grünen und KPÖ.

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ABGELEHNT: Wahlkampfgelder beschränken ...
GR Dr. Gerhard Wohlfahrt 
GR Dr. Gerhard Wohlfahrt
 

... oder sonst Parteienförderungen kürzen: Eine Beschränkung der Wahlkampfkosten für Gemeinderatswahlen will der Grün-Mandatar Dr. Gerhard Wohlfahrt mit seinem Dringlichen Antrag durchsetzen. Wohlfahrt weist auf die Vorbildwirkung hin, die der Nationalrat durch die Wahlkampfkostenbeschränkung sowie die Transparenz der Parteienförderungen an den Tag legte und fordert eine ähnliche Entwicklung für die Grazer Kommunalebene. Auch soll, so der Dringliche Antrag, die Parteienförderung dahingehend geändert werden, dass bei einer Überschreitung der Wahlkampfkosten diese Mittel reduziert werden. Gehör fand Wohlfahrt mit dieser Initiative nur bei den Grünen, der KPÖ und dem BZÖ, der Antrag wurde abgelehnt. 

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ABGELEHNT: Mehr leistbaren Wohnraum ...
GRin Ina Bergmann 
GRin Ina Bergmann
 

... zur Verfügung stellen will KPÖ-Klubobfrau Gemeinderätin Ina Bergmann. Für die Kommunen wird es aber immer schwieriger, Wohnbaugenossenschaften für den Bau von Gemeindewohnungen zu finden, da sie keine Förderkontingente mehr haben. Graz muss sich um eine Zusammenarbeit sozusagen „bewerben". SPÖ, Grüne, KPÖ und BZÖ teilten Bergmanns Ansicht und stimmten der Dringlichkeit zu. Der Dringliche Antrag selbst - das Land wird per Petition aufgefordert, das Wohnbauförderungsgesetz so abzuändern, dass an einem bestimmten Prozentsatz der zukünftig gebauten Wohnungen im geförderten sozialen Wohnbau die Stadt Graz das Einweisungsrecht hat - wurde aber mit 27:26 Stimmen von ÖVP, FPÖ und Gemeinderat Mag. Mariacher abgelehnt. Auch ein Zusatzantrag von SPÖ-Gemeinderätin Mag.a Susanne Bauer ging nicht durch.

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ABGELEHNT: Das Volksrechtegesetz sei ...
GR Mag. Armin Sippel 
GR Mag. Armin Sippel
 

... die geeignete legistische Grundlage für eine BürgerInnenbefragung, befand FPÖ-Klubobmann Gemeinderat Mag. Armin Sippel, der Mängel bei der Durchführung der aktuellen Befragung „Reininghaus + Umweltzone" kritisierte. Auch sein Dringlicher Antrag hatte eine Petition an das Land Steiermark zum Inhalt: Das Steiermärkische Volksrechtegesetz soll so geändert werden, dass eine niedererschwellige Einleitung einer Volksbefragung und eine unbürokratischere und barrierefreiere Teilnahme möglich ist. ÖVP und SPÖ lehnten den Antrag ab.

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ABGELEHNT: Der Europäische Stabilitätsmechanismus ...
GR Gerald Grosz 
GR Gerald Grosz
 
... (kurz ESM genannt) ist BZÖ-Gemeinderat Gerald Grosz ein Dorn im Auge. Die Unterzeichnung des ESM-Vertrages würde Österreich in völlige Abhängigkeit von Brüssel bringen und die ÖsterreicherInnen für viele Generationen zu finanziellen Leistungen an EU-Pleitestaaten und marode Banken verpflichten. Dies ohne jegliche Kontroll- oder Mitsprachemöglichkeit. Auch Gerald Grosz´ Dringlicher Antrag war eine Petition, nämlich an Bundespräsident Dr. Heinz Fischer: Der Ehrenbürger der Stadt Graz möge das im Nationalrat beschlossene Gesetz zur Ratifizierung des ESM-Vertrages nicht unterfertigen! Der Vorschlag wurde von ÖVP, SPÖ und Grünen abgelehnt.

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Abänderungsantrag angenommen: Das Ende der Freiwilligen Feuerwehr ...
GR Georg Schröck 
GR Georg Schröck
 

.... forderte BZÖ-Gemeinderat Georg Schröck und zählte eine ganze Reihe von Gründen auf, warum das gutgemeinte Projekt gescheitert sei. Generell habe die FF für die Stadt Graz unverhältnismäßig hohe Kosten verursacht, die in keinerlei Verhältnis zum erzielten Nutzen stehen; angesichts der Budgetknappheit könne die Organisation nicht weiter finanziert werden. „Feuer am Dach" sahen SPÖ, Grüne, FPÖ (ausgenommen Harald Korschelt), KPÖ, BZÖ und Gemeinderat Mag. Gerhard Mariacher und befanden Schröcks Antrag als dringlich.

Daraufhin brachte SPÖ-Klubobmann Karl-Heinz Herper einen Abänderungsantrag mit vier Punkten ein. Die Punkte 1, 3 und 4 - die Prüfung, welche Leistungen die Freiwillige Feuerwehr erbringt, wie diese ohne FF erledigt werden könnten, welche Kosten für die FF anfallen; das Prüfrecht durch den Stadtrechnungshof solle in den Statuten der FF verankert werden; dem Gemeinderat sei im September ein entsprechendes Stück vorzulegen - wurden vom Gemeinderat einstimmig angenommen. Der Punkt 2 - die zuständigen Stellen des Magistrats mögen Möglichkeiten prüfen, um die Freiwillige Feuerwehr rückabzuwickeln - wurde von SPÖ, Grünen, FPÖ (ausgenommen Harald Korschelt), KPÖ, BZÖ und Gemeinderat Mag. Gerhard Mariacher angenommen; sie überstimmten damit die ÖVP und den freiheitlichen Gemeinderat Mag. Harald Korschelt (Anmerkung: Die Angaben betr. Harald Korschelt wurden nachträglich korrigiert).

Antrag im Volltext
Abänderungsantrag - in der beschlossenen Fassung

 
ABGELEHNT: Vollständige Transparenz ...
GR Mag. Gerhard Mariacher 
GR Mag. Gerhard Mariacher
 

... bei den Rechtgeschäften der Stadt Graz möchte der unabhängige Gemeinderat Mag. Gerhard Mariacher sehen. Obwohl die Stadtverwaltung viele Fortschritte im Ein- und Verkauf gemacht hat, kämen doch immer wieder Verträge zustande, die nicht genügend transparent sind, ohne Ausschreibung und/oder zu nachteiligen Konditionen zustande gekommen sind bzw. bei denen nicht alle möglichen Bieter erschlossen wurden. Deshalb soll ein Vorschlag ausgearbeitet und dem Gemeinderat im September vorgelegt werden, wie man alle Rechtsgeschäfte mit einem Schwellwert von 2,5 Millionen Euro pro Jahr öffentlich ausschreiben kann, um Kosten, Erlöse und Konditionen zu optimieren. Mariacher erhielt dafür nur die Zustimmung von ihm selbst und der FPÖ; der Antrag wurde abgelehnt.

Volltext

 
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