
"In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst",
mit diesem Zitat von Aurelius Augustinus (354-430, Bischof und Kirchenlehrer) wies Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl heute im Rahmen einer offiziellen Trauersitzung der Stadt Graz auf das hin, was Prof. Max Mayr auszeichnete: Ob als Journalist oder als Kämpfer für die Grazer Altstadt, der 1928 in Oberösterreich geborene Max Mayr brannte für die Dinge, die er anfasste, schrieb mit großer Leidenschaft und mit ebensolcher initiierte er 1972 das Personenkomitee "Rettet die Grazer Altstadt". 107.000 Unterschriften leisteten einen Beitrag zum Erhalt der wertvollen Bausubstanz. 1991 wurde die Grazer Altstadt schließlich auf die UNESCO-Weltkulturerbeliste gesetzt - wohl ein Mitverdienst des späteren Ehrenringträgers (2000) der Stadt Graz.
Als Gründer und bis zuletzt Ehrenpräsident des Internationalen Städteforums (ISG) setzte sich Professor Max Mayr ebenfalls für die Altstadterhaltung und Ortsbildpflege ein.
In die schreibende Zunft stiegt er 1955 ein. Was bei der Jugendzeitung "Die Wende" begann, fand bei der Kleinen Zeitung seine Fortsetzung. Deren "Chef vom Dienst" wurde Max Mayr 1963 und schließlich, 1979, übernahm er die Leitung der Stadtredaktion. "Professor Max Mayr zählte zu den redaktionellen Stützen der Kleinen Zeitung und hat ihr Profil maßgeblich mitgeprägt. Darüber hinaus war er überzeugter Europäer und überzeugter Christ", forumlierte Bürgermeister Nagl. Gattin Herta habe all die zahlreichen Aktivitäten ihres Mannes stets mitgetragen. Ihr und den Söhnen, Mag. Paulus Mayr und Markus Mayr, wünschte das Stadtoberhaupt aufrichtiges Beileid und Kraft in diesen schweren Stunden.