
Die starken Regenfälle der vergangenen Stunden und Gewitter in der Obersteiermark haben zu einem erhöhten Pegelstand der Mur im Raum Graz geführt. Dieser liegt aktuell bei 6,2 Meter. Bei einer Marke von 5,8 Meter schreibt der Maßnahmenplan Hochwasser die Einberufung eines Krisenstabs vor. Dies geschah heute bereits in den frühen Morgenstunden erstmalig unter es wurde dabei unter anderem festgelegt, dass der gesamte Zugangsbereich zur Mur sowie die Murinsel abgesperrt und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
Auch wenn derzeit, so BF-Einsatzdirektor Karl Graßberger, kein Grund zur Besorgnis besteht, ist die Berufsfeuerwehr in erhöhter Alarmbereitschaft und kann bei Bedarf jederzeit personell aufgestockt werden. Mittels Erkundungsflug per Hubschrauber wurde die Lage gesamten Stadtgebiets sowie der Raum Graz-Umgebung überblickt, und man nahm beim Kraftwerk Weinzödl eine Absenkung des Wasserstandes von 30 cm vor. Eine solche Maßnahme kann gesetzt werden, wenn, wie im aktuellen Fall, Gefahr im Verzug ist. Eine zusätzliche Belastung für das Grazer Stadtgebiet dadurch nicht gegeben.
Ein weiteres Zusammentreffen des Krisenstabs hat soeben stattgefunden. Dabei wurden weitere Maßnahmen, die eventuell zum Tragen kommen können, festgelegt.
Einen besonderen Hinweis spricht die Feuerwehr an die Bevölkerung aus: Die Absperrungen am Murufer und der Murinsel sind strikt einzuhalten! Bei Übertretung herrscht aktute Lebensgefahr! Bitte daher der Mur fern bleiben!