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26.07.2012

Dreimal hoch!

Die GGZ feiern Dreifach-Jubiläum

Auch die Clowndoctors feierten das Triple-Jubiläum der GGZ. (Foto: Stadt Graz/Fischer) 
Auch die Clowndoctors feierten das Triple-Jubiläum der GGZ. (Foto: Stadt Graz/Fischer)
 
Es geht hoch her in der Albert-Schweitzer-Gasse 36. Die Türen sind weit geöffnet, Menschen lachen, unterhalten und informieren sich, die Tische im Garten sind festlich dekoriert ... Der Grund: Die GGZ, die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz, feiern heute ein Triple-Jubiläum im Bereich medizinischer Betreuung. Neben dem ressortzuständigen Stadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio waren auch Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder, etliche VertreterInnen aus Politik, Verwaltung und dem Spitalsbereich sowie viele interessierte GrazerInnen zum „Tag der offenen Tür gekommen", um gemeinsam mit GGZ-Geschäftsführer Mag. Dr. Gerd Hartinger und seinen MitarbeiterInnen, den PatientInnen und ihren Angehörigen den Ehrentag zu begehen.
 
Haus mit Pioniergeist
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder und Stadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio sprachen GGZ-GF Mag. Dr. Gerd Hartinger und seinem Team Dank für die aufopferungsvolle Arbeit aus. (Foto: Stadt Graz/Fischer) 
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder und Stadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio sprachen GGZ-GF Mag. Dr. Gerd Hartinger und seinem Team Dank für die aufopferungsvolle Arbeit aus. (Foto: Stadt Graz/Fischer)Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder und Stadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio sprachen GGZ-GF Mag. Dr. Gerd Hartinger und seinem Team Dank für die aufopferungsvolle Arbeit aus. (Foto: Stadt Graz/Fischer)
 
Durchs Programm führte Moderatorin Chrstine Brunssteiner. (Foto: Stadt Graz/Fischer) 
Durchs Programm führte Moderatorin Chrstine Brunssteiner. (Foto: Stadt Graz/Fischer)Durchs Programm führte Moderatorin Chrstine Brunssteiner. (Foto: Stadt Graz/Fischer)
 

„Das wenige, das du tun kannst, ist viel." Mit diesem Albert-Schweitzer Zitat begrüßte „Hausherr" Mag. Dr. Hartinger die zahlreich erschienenen Gäste. Sein besonderer Dank galt seinem Team und den vielen ehrenamtlichen HelferInnen der steirischen Hospizbewegung, die dafür sorgen, dass in der Stadt Graz schwerkranke Menschen professionell und liebevoll gepflegt werden können.
Mit „seinen" Geriatrischen Gesundheitszentren freute sich auch Stadtrat Eustacchio: „1724 als Armen- und späteres Siechenhaus gegründet, das 1862 in das Eigentum der Stadt überging, dürfen wir zu Recht stolz darauf sein, dass der städtische Eigenbetrieb GGZ sich heute als modernes Unternehmen präsentiert und als Wegbegleiter den Menschen in Graz ein würdiges Altern ermöglicht." Und, an Dr. Hartinger und sein Team gewandt: „Die Qualität dieses Hauses trägt eure Handschrift!" So würden die GGZ im Bereich qualitätsvoller Pflege regelmäßig europaweit Standards setzen - viele Gütesiegel und Auszeichnungen seien der Beweis dafür.
„Visionen sind der genetische Code eines Unternehmens", betonte auch Bürgermeister Nagl. Die Geriatrischen Gesundheitszentren hätten diesen und würden stets nach vorne denken. So habe Dr. Hartinger gemeinsam mit seinem „innovationsfreudigen, visionären Team" seit 1999 aus der alten Geriatrie ein Kompetenzzentrum für SeniorInnen und deren Betreuung geschaffen. „Heute feiern wir, dass die Vision von damals angreifbare Wirklichkeit geworden ist", so Nagl.
„Das Alter hat in den vergangenen Jahren sowohl medizinisch als auch gesellschaftspolitisch einen großen Entwicklungsprozess durchlaufen", schloss sich Landesrätin Edlinger-Ploder ihren Vorrednern an. Im Gegensatz zu früher sei es heute eine Periode des Lebens, die gemeinsam mit allen Generationen in guter Qualität gelebt werden könne. „Die GGZ haben den nötigen Pioniergeist, sie sind Ideengeber und Umsetzungspartner nicht nur für die Politik."

 
Offene Tür – buntes Programm
Die 93-jährige Gerontologin Prof. Erika Horn gab Tipps zum aktiven Altern. (Foto: Stadt Graz/Fischer) 
Die 93-jährige Gerontologin Prof. Erika Horn gab Tipps zum aktiven Altern. (Foto: Stadt Graz/Fischer)Die 93-jährige Gerontologin Prof. Erika Horn gab Tipps zum aktiven Altern. (Foto: Stadt Graz/Fischer)
 
Das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. So gab beispielsweise die - 93-jährige! - Gerontologin Prof. Erika Horn „Tipps zum aktiven Altern", Landeshauptmann a.D. Waltraud Klasnic sprach als Botschafterin zum heurigen „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen", Dr. Hartinger berichtete über das „Wohnen im Pflegeheim der 4. Generation" und die SeniorInnenbetreuerin Rosemarie Ladreiter und die Kindergartenpädagogin Theresa Wallas informierten über das Projekt „Alt und Jung in der Geriatrie". Zusätzlich konnte man sich u.a. durch die Memory- und Tagesklinik, das Tageshospiz, die Akutgeriatrie und durch Therapiebereiche führen lassen, beim „Tinetti Test" das Gleichgewicht testen oder die eigene Geschicklichkeit beim „Nine-Hole-Peg-Test" überprüfen.
 
Für den Menschen
„Dem Leben mit einem Lächeln begegnen" ist das Leitbild der GGZ. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich täglich der Herausforderung, diesem gerecht zu werden. In den Geriatrischen Gesundheitszentren ist ein rund 550-köpfiges Fachpersonal, bestehend aus ÄrztInnen, diplomierten KrankenpflegerInnen und -helferInnen, TherapeutInnen, SozialarbeiterInnen, SeelsorgerInnen und MitarbeiterInnen im Verwaltungsbereich, beschäftigt. Für viele dieser Menschen ist die Arbeit mit körperlichem Leid nicht Beruf, sondern Berufung. Eine Berufung, der die Stadt Graz mit einer eigenen Geriatrie bereits seit 150 Jahren folgt und somit die Lebensqualität chronisch kranker Menschen sichert. Von der (ärztlichen) Therapie rund um die Uhr über die aktivierende Pflege bis hin zu psychosozialer Betreuung reicht das umfassende Angebot, bei dem die Würde und die Einmaligkeit jedes Menschen in besonderem Maße berücksichtigt werden. Neben der medizinischen Geriatrie bieten die GGZ auch die Akutgeriatrie, mit Hilfe derer Menschen höheren Alters auf ein selbstständiges Leben zu Hause vorbereitet werden. Bereits seit zehn Jahren ist auch die individuelle Betreuung und Begleitung schwer Kranker und Sterbender und ihrer Angehörigen ein wichtiger Bestandteil der Geriatrischen Gesundheitszentren. So konnte 2002 das erste und bislang einzige stationäre Hospiz in der Steiermark, das „Albert Schweitzer Hospiz", realisiert werden. 2008 wurde dieses grundlegend modernisiert und umfasst heute neben der Station auch ein Tageshospiz. Ebenfalls vor zehn Jahren installiert wurde die Wachkoma-Station („Apallic Care Unit"), in der die Rückkehr in ein - in vielen Fällen wieder - selbstbestimmtes Leben professionell vorbereitet wird. Die Memory-Klinik für Menschen mit Demenz, Lang- und Kurzzeitpflege in den Pflegewohnheimen Rosenhain und dem Seniorenzentrum Geidorf sowie das Betreute Wohnen am Oeverseepark runden das vielfältige Angebot der GGZ ab.
 
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