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16.08.2012

Liebe "Liesl" läutet wieder

"Pause aus" im Grazer Glockenturm

Die "Liesl" im Grazer Glockenturm ist wieder fit. Foto: Graz Tourismus/Hans Wiesenhofer 
Die "Liesl" im Grazer Glockenturm ist wieder fit. Foto: Graz Tourismus/Hans WiesenhoferDie "Liesl" im Grazer Glockenturm ist wieder fit. Foto: Graz Tourismus/Hans Wiesenhofer
 

Der "Zahn der Zeit" ging auch an ihr nicht spurlos vorüber: Die "Liesl", nach ihren "Kolleginnen" in Mariazell und Seggau, die drittgrößte Glocke der Steiermark und immerhin schon seit 1587 im Einsatz im Grazer Glockenturm, verstummte Mitte April.

Aus dem Klöppel der 4.633 Kilo schweren in Bronze gegossenen "Lady" war ein Stück ausgebrochen und ExpertInnen entschieden nach eingehender Prüfung, dass der Klöppel ersetzt werden müsse. Gefertigt wurde das so wichtige "Ersatzteil" schließlich in Deutschland, von derselben Firma übrigens, die im Vorjahr der Wiener "Pummerin" aus der Patsche half.

101 Schläge mit weicherem Klang

Und dieser Tage war es dann so weit: Die "Liesl" wurde dank des neuen, 220 Kilo schweren Klöppels, wieder zum Klingen gebracht - mit exakt 101 Schlägen. Denn wie es die Legende besagt, sei sie ja aus 101 türkischen Kanonenkugeln gegossen worden.

Fortan wird die "Liesl" GrazerInnen wie Gäste wieder dreimal täglich ( 7, 12 und 19 Uhr) mit ihrem nun weicheren Klang erfreuen. Und - so sagen die ExpertInnen - werde die Glocke durch den neuen Klöppel aus Spezialstahl auch ganz "sanft berührt" und damit geschont. Für viele weitere klangvolle Jahre ...

 
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