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08.09.2012

Johann Lafer wird "Auslandsösterreicher" 2012

Der Botschafter des guten Geschmacks
 
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Beim heutigen Festakt der Tagung des Auslandsösterreicher-Weltbundes wurde der steirische Spitzenkoch Johann Lafer zum "Auslandsösterreicher des Jahres" gekürt. Der 54-Jährige kam zu dieser Ehre aufgrund seiner Verdienste um das Ansehen und Image seines Heimatlandes Österreichs.

 
Von der Suche nach dem "besten Geschmack auf der Zunge"
Dkfm. Ing. Gustav Chlestil, Präsident des Auslandsösterreicher-Weltbundes überreichte Lafer die Auszeichnung mit folgenden Worten: "Ein Leben für den guten Geschmack, so lautet die Lebensphilosophie von Johann Lafer." Lafer war schon sehr früh von seiner Heimat ins Ausland gegangen. Der Spitzenkoch hat im Grazer Gösser-Bräu als Koch-Lehrling begonnen und verließ mit 20 Jahren seine steirische Heimat Richtung Schweiz. Viele erfolgreiche Stationen in Deutschland und Frankreich folgten, bis er schließlich 1983 im Restaurant "Le Val dÓr" im Guldental bei Silvia Buchholz, seiner späteren Ehefrau, als Küchenchef begann. Seiner Heimat blieb Lafer in all den Jahren als erfolgreicher Küchenchef, Hotelbesitzer, Autor, TV-Koch und seit 2002 Helikopter-Pilot stets verbunden und dankbar. Lafer: "Ich bin sehr glücklich über diese Auszeichnung und danke Ihnen sehr. Als Koch durfte ich schon einige interessante Stationen in der Welt kennenlernen. Aber etwas, was meinen Erfolg ausmacht, ist in der Steiermark zu finden und dafür danke ich im Besonderen meinen Eltern. Denn schon als Kind hat mich stets die Frage: 'Wo kommt das her, wo wurde es gemacht?' begleitet." Die Frage: "Wie schmeckt was und was muss man tun, dass es so schmeckt" leitet ihn auch heute noch. Die hohe Qualität der Zutaten ist für Lafer ein Muss. Dass er deshalb gerne in die Steiermark kommt auch kein Geheimnis, ist er doch seit 2004 "kulinarischer Botschafter der Steiermark".
Zur Zeit ist Johann Lafer unter anderem mit einem Stern im Guide Michelin, 16 Punkten im Gault Millau für sein Restaurant "Le Val d'Or" und dem "5 Star Diamond Award" ausgezeichnet.
 
Nächstes Auslandsösterreicher-Treffen in Linz

Der Einladung zum Festakt folgten auch die Spitzen aus der Bundes-, Landes-, und Stadtpolitik. So sprachen Klubobmann Gemeinderat Dr. Peter Piffl-Percevic in Vertretung von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, die 3. Präsidentin des Landtages Steiermark Mag. Ursula Lackner in Vertretung des Landeshauptmannes Mag. Franz Voves und Vizekanzler und Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Dr. Michael Spindelegger zu den rund 500 anwesenden AuslandsösterreicherInnen.

Der Auslandsösterreicher-Weltbund-Präsident Dkfm. Ing. Gustav Chlestil betonte in seinen Begrüßungsworten die Notwendigkeit, dass hinsichtlich der Rechte der Auslandsösterreicher in ihrem Heimatland noch einiges zu tun sei. "Es gibt derzeit 500.000 Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die im Ausland leben. Davon stehen aber nur 48.000 Personen in der Wählerevidenz. Tatsächlich aber wären 265.000 wahlberechtigt. Daher ist eine Reform und Modernisierung des Wahlrechts in Österreich dringend erforderlich", so Chlestil. Hofrat Prof. Dr. Walter Dujmovits, Präsident der Burgenländischen Gemeinschaft, nahm in seinen Grußworten Bezug auf den historischen Hintergrund der Gründung des Weltbundes. So war es 1952, in der Zeit als Österreich von den vier Großmächten besetzt war und bevor mit dem Staatsvertrag 1955 die Republik ihre Souveränität wieder erlangte, dass in Dornbirn der Verein "Zentralverband der österreichischen Vereine im Ausland" gegründet wurde. Sein Hauptsitz wurde damals in der Schweiz festgelegt.

Dr. Peter Piffl-Percevic überbrachte die Grußworte des Bürgermeisters und sagte: "Ich freue mich sehr, dass Sie alle heuer nach Graz gekommen sind. Die Rolle von Graz ist es, Menschen zusammen zu bringen und einzuladen, dass sie sich hier austauschen können. Das ist auch unser Verständnis als Kulturhauptstadt 2003 gewesen. Nach dem gestrigen Abend, darf ich eines sagen: 'Sie sind wirklich glühende Österreicher!'." Die 3. Landtagspräsidentin Mag. Ursula Lackner bedankte sich für das Engagement der im Ausland lebenden ÖsterreicherInnen und sagte: "Was immer Sie in ihrem Wirkungsbereich tun, ist ein Mosaikstein für das Tun Österreichs".

Der für den Festakt eigens nach Graz angereiste Außenminister Dr. Michael Spindelegger zeigte sich tief beeindruckt von den Schicksalen der Menschen, die es ins Ausland zieht und die er auch auf seinen Dienstreisen kennen lernen darf. "Es ist nicht immer einfach für die Menschen, die von Österreich in die Welt hinaus gehen. Und der Bezug zur Heimat wächst in den Jahren und wird mit beiden Händen festgehalten", so Spindelegger. Und in Richtung Chlestil sagte Spindelegger: "Meine Unterstützung für eine Verbesserung des Wahlrechts für Auslandsösterreicher haben Sie!".

 
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