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News + Aktuelles

12.09.2012

Schulweg und fremde Personen

Gefahr durch Fremde

Die Polizei gibt Tipps für einen sicheren Schulweg. 
Die Polizei gibt Tipps für einen sicheren Schulweg.
 

Es ist ein Albtraum für alle Eltern, wenn Kinder Opfer einer sexuellen Gewalttat werden. Dagegen gibt es keinen totalen Schutz. Eltern können aber erheblich dazu beitragen, dass ihr Kind nicht Opfer einer solchen Straftat wird. Ängste oder Panik davor sind weder angebracht noch hilfreich. Nicht jeder, der Ihr Kind anspricht, hat Böses im Sinn. Vermeiden Sie deshalb die Verbreitung von Gerüchten und die Entstehung einer Hysterie. 

Mutige, starke und selbstbewusste Kinder sind am wirksamsten geschützt. Kinder sollten im Alltag Respekt erfahren und Selbstvertrauen entwickeln. Erfahrungsgemäß sprechen Täter unsicher und unselbständig wirkende Kinder bevorzugt an.  

Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es eine eigene Persönlichkeit ist mit Grenzen, die kein Mensch - weder ein Fremder noch ein Bekannter - überschreiten darf.  

Kinder müssen lernen, gerade auch fremden Erwachsenen gegenüber "nein" sagen zu dürfen. Sie sind nicht verpflichtet, mit Fremden zu reden oder Auskünfte zu geben.  

Ängstigen Sie Ihr Kind nicht, aber sagen Sie ihm immer wieder, dass es ohne Ihre Genehmigung weder mit Fremden mitgehen noch in deren Autos einsteigen darf. Ihr Kind sollte Ihnen darüber berichten, wenn es zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert worden ist oder dies trotz Ihres Verbotes getan hat. 

Schauen Sie sich mit Ihrem Kind auf dem Schulweg und in der näheren Umgebung so genannte "Rettungsinseln" an. Ein Geschäft, in dem es die Kassiererin ansprechen kann, eine Straße, in der viele Menschen sind, oder ein Haus, wo es klingeln kann. Besprechen Sie diese Möglichkeiten auch bei Elternabenden. 

Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Lagen verhalten soll, damit es im Notfall richtig reagieren kann. So sollte es frühzeitig andere Erwachsene ansprechen oder auch laut um Hilfe schreien. Versucht der Täter, Ihr Kind anzufassen, dann sollte es dorthin laufen, wo Menschen sind. 

Verständigen Sie nicht nur bei vollendeten, sondern auch bei versuchten Tathandlungen sofort die Polizei und warten Sie nicht zu. Dadurch können auch andere Kinder geschützt werden!

Lernen Sie sich untereinander kennen und sprechen Sie über diese Gefahren, z.B. durch 

  • Telefonketten
  • Begleitung auf dem Schulweg
  • SchülerlotsInnendienste
  • Schul- oder Kinderfeste
  • Elternabende 

Und nicht vergessen: Über Polizeiruf 133 erreichen Sie Ihre Polizei kostenlos zu jeder Tages- und Nachtzeit! 

(Quelle: LPD Steiermark, Ulrich)

 
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