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18.09.2012

Mit der Stromrechnung Geld verdienen

"Solar-Anleger" profitieren doppelt

„Solar-Anleger" sein bedeutet, ökologisch und ökonomisch sicher zu investieren. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute Dienstag, 18. September 2012, die bisherige Bilanz zum Projekt der Energie Graz und der Holding Graz Bilanz gezogen und die neuen Photovoltaikanlage auf der Remise der Holding Graz Linien vorgestellt.
 
Zogen Bilanz über das Erfolgsprojekt "Solar-Anleger": Dr. Gert Heigl, GF Energie Graz, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Mag. Barbara Muhr, Vorstandsdirektorin Holding Graz Linien und Energie, und DI Wolfgang Malik, Vorstandsvorsitzender der Holding Graz (v.l.). Foto: Stadt Graz/Fischer 
Zogen Bilanz über das Erfolgsprojekt "Solar-Anleger": Dr. Gert Heigl, GF Energie Graz, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Mag. Barbara Muhr, Vorstandsdirektorin Holding Graz Linien und Energie, und DI Wolfgang Malik, Vorstandsvorsitzender der Holding Graz (v.l.). Foto: Stadt Graz/Fischer
 
Das „Solar Anleger"-Modell der Energie Graz ist der Renner. Solar-Anleger produzieren nämlich ihren eigenen Naturstromstrom und erhalten jährlich 3,3 Prozent ihrer Investition in Form eines Naturstrombonus auf die Jahresenergieabrechnung gutgeschrieben. Neben Dachflächen im Flughafenareal, bei der Auster in Eggenberg sowie bei der Holding Graz Busgarage mit einer Gesamtmodulfläche von 2.000 m² hat sich nun auch die Remise der Holding Graz Linien in der Steyrergasse 113 mit einer neuen Photovoltaikanlage im Ausmaß von 520 m² Solarmodulen „zugedeckt". „Man profitiert doppelt und braucht dafür nur zwei Partner - jene, die nutzbare Flächen zur Verfügung stellen und EnergiekundInnen, die auf Ökostrom setzen möchten", freut sich Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl über das Erfolgsmodell, das zudem bei den GrazerInnen extrem gut ankommt: Mitte Juni kam das Projekt der Energie Graz, zu dem auch Vizebürgermeisterin Lisa Rücker und das städtische Umweltamt sowie das Land Steiermark, allen voran der 2. Landeshauptmann-Stellvertreter Siegfried Schrittwieser, maßgeblich beigetragen haben, auf den Markt, mit dem heutigen Eröffnungstag ist die Photovoltaikanlage in der Steyrergasse bereits ausverkauft! „Nun müssen auch Menschen, die in der geschützten Altstadt wohnen, nicht auf Sonnenstrom verzichten", betonte Nagl. Regionale Investitionen und das Schaffen von Arbeitsplätzen seien weitere Pluspunkte des Projekts.
 
Systemwechsel
DI Wolfgang Malik, Vorstandsvorsitzender der Holding Graz, ist stolz darauf, dass die Holding Graz gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Energie Graz im Ökostrom-Bereich Impulse setzt. „Wir versuchen künftig bei allen Objekten der Holding, die saniert werden, Alternativenergien unterzubringen!" Und Mag. Barbara Muhr, Vorstandsdirektorin der Holding Graz Linien und der Energie, sprach von einem „Systemwechsel", der schrittweise eingeleitet werde. „Mit dem Solar Anleger-Modell bietet sich die Chance, eigenverantwortlich in der Stadt etwas für die Umwelt zu tun. „Mit dem Solar-Anleger ist uns eine Kombination aus sicherer Investition für den/die AnlegerIn und wichtiger Investition in erneuerbare Energie für uns alle gelungen", zeigt sich auch Dr. Gert Heigl, Geschäftsführer der Energie Graz, begeistert. So leiste eine Durchschnittsfamilie, die sich mit der Maximalinvestition von 6.500 Euro bzw. zehn Modulen beteiligt, einen Beitrag zur CO2-Reduktion von rund 1.100 kg pro Jahr. Nebenbei erhält sie dafür einen jährlichen Naturstrombonus von 214,50 Euro, was einer Rendite von 3,3 Prozent entspricht. Heigl: „Das Modell beinhaltet keine Risiken, ein Ausstieg ist jederzeit möglich." Und auch ohne Solar-Anleger zu sein, ziehe der Umstieg auf Sonnenstrom keine üppigen Mehrkosten nach sich: „Im Jahr kostet der Ökostrom um 30 bis 33 Euro mehr als unser Select Stromprodukt. Das sind 2,80 Euro pro Monat - quasi ein Cappuccino", rechnet Heigl vor.
 
Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung
Weitere Projekte sind bereits im Entstehen. So errichtet die Energie Graz am Dach der Firma Ökoservice gerade eine Photovoltaik-Anlage mit 94 kWp bzw. 635 m² Modulfläche in der ersten Ausbaustufe. Die geplante Fertigstellung ist Ende Oktober 2012. Hier hat sich die Energie Graz 8.000 m² Dachfläche für insgesamt 480 kWp und somit rund 2.000 Module für Solar-Anleger gesichert. In Summe wird in diesen Anlagen pro Jahr mehr als 360.000 kWh umweltfreundlicher Sonnenstrom erzeugt. Im Endausbau werden es mehr als 750.000 kWh sein, was der Umwelt eine CO2-Einsparung von über 323 Tonnen pro Jahr bringt. Dieses Projekt steht also für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung. Partner der Energie Graz sind einerseits die Stadt Graz und das Land Steiermark als Förderer und andererseits die Holding Graz sowie die Firma Ökoservice, die die benötigten Dachflächen zur Verfügung stellen. Insgesamt beträgt die Investitionssumme in die beiden Neuanlagen 425.000 Euro. Die Stadt Graz und das Land Steiermark beteiligen sich daran mit jeweils 85.000 Euro Förderung.
 
Ausblick
Die Energie Graz plant in den kommenden fünf Jahren weitere Investitionen von 2,5 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der im Rahmen des Solar-Anleger-Modells durch Stadt Graz und Land Steiermark zur Verfügung gestellten Förderungen kann damit bis 2017 eine installierte Leistung von mehr als zwei Megawatt und eine jährliche CO2-Einsparung von knapp einer Million Kilo erreicht werden.
 
Die Vorteile auf einen Blick
  • 3,3 Prozent jährlicher Naturstrombonus
  • Beteiligung schon ab 325 Euro (1/2 Modul)
  • Investition in bis zu zehn Module pro TeilnehmerIn möglich
  • Volle Kapitalgarantie
  • Jederzeit kündbar und unbegrenzte Laufzeit
  • Die Ökostromproduktion wird deutlich erhöht.
  • Auch StadtbewohnerInnen ohne eigene Dachfläche wird die Möglichkeit gegeben, sich an einer Photovoltaikanlage zu beteiligen.

Solar-Anleger kann übrigens jede/r werden, der/die seinen/ihren Privatwohnsitz in Graz hat!

 
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