

Neuerkrankungen scheinen anzusteigen
Menschen im Wachkoma (Fachbegriff: apallisches Syndrom) sind schwerst kranke und behinderte Menschen, deren Wahrnehmung der eigenen Person und Umwelt massiv beeinträchtigt ist oder gänzlich fehlt. Zusätzlich zu den komplexen motorischen und sensorischen Defiziten erschweren auch die eingeschränkte oder gänzlich fehlende Kommunikationsfähigkeit die Betreuung dieser PatientInnen. Derzeit wird die Zahl der Menschen im Wachkoma in der Steiermark mit 60 bis 100 geschätzt. Eine Inzidenzerhebung von WachkomapatientInnen in der Steiermark zeigte, dass die Zahl der Neuerkrankten im Zunehmen zu sein scheint.
Albert-Schweitzer-Klinik entlastet andere Einrichtungen
Fünfzig Betten stehen derzeit allein in der Albert-Schweitzer-Klinik Graz für die Langzeitbetreuung von WachkomapatientInnen zur Verfügung. Diese Menschen, von deren „Bewusstseins-Zustand" noch relativ wenig bekannt ist, können hier über längere Zeit mit einem abgestuften rehabilitativen Förderprogramm betreut werden. Diese Station, die in den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt beheimatet ist, entlastet somit andere Krankenanstalten und Rehabilitationseinrichtungen.
Neue Erkenntnisse
Die neuesten Erkenntnisse aus Medizin und Pflege stehen nun im Mittelpunkt der Festveranstaltung, die die Initiative für Menschen im Wachkoma" durchführt. Diese Organisation ist in den Geriatrischen Gesundheitszentren beheimatet und kooperiert eng mit der Albert-Schweitzer-Klinik.