

• die Abdeckung der notärztlichen Versorgung
• die Krankenhausbetten im notwendigen Ausmaß
• die Notfallaufnahme EBA
• die Abwicklung der für Graz wichtigen Pandemiepläne bzw. -maßnahmen und
• das hochspezialisierte medizinische Fachwissen
sicherzustellen. ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ und Gemeinderat Mariacher stimmten dem Dringlichen Antrag zu.
In der durchaus hitzigen Diskussion stand der Aspekt der Privatisierung des Krankenhauses im Mittelpunkt. Die KPÖ-Mandatarin Ulrike Taberhofer brachte zu diesem Thema einen Abänderungsantrag ein, wonach der Gemeinderat die Initiative gegen die Privatisierung des LKH West unterstützt und eine Petition an die steirische Landesregierung richtet. Dieser Antrag erhielt aber keine Mehrheit.

Bei allen Umbaumaßnahmen zugunsten des öffentlichen Verkehrs müsse man auf die faire Verteilung des Straßenraums auf die verschiedenen VerkehrsteilnehmerInnen achten, findet ÖVP-Gemeinderat Peter Mayr. Dies sei bei den Planungen für den Dietrichsteinplatz und den nördlichen Teil des Europaplatzes nicht gelungen, kritisierte er und formulierte deshalb in seinem Dringlichen Antrag zwei Punkte: Die zuständigen Stellen des Magistrates sollen die Verkehrsführung für den motorisierten Individualverkehr beim Hauptbahnhof so planen, dass man weiter um die Grüninsel fahren kann, die Parkplätze im Westen dieser Grünfläche wiederhergestellt werden und die neuen Parkplätze an deren Ostrand bleiben - damit würden die bisherigen 42 (von der Stadt Graz bewirtschafteten) Parkplätze erhalten bleiben. Dieser Antragsinhalt erhielt eine Mehrheit von ÖVP, SPÖ, FPÖ, BZÖ und auch GR Mariacher stimmte zu.
Der zweite Punkt betraf den Dietrichsteinplatz: Dort soll vor der Konditorei die bisherige Fahrbahnbreite der Grazbachgasse von fünf Metern wieder hergestellt werden. Dank der Stimmen von ÖVP, FPÖ, BZÖ und von GR Mariacher ging der Dringliche Antrag Mayrs durch.
Einen Abänderungsantrag dazu brachte die KPÖ ein, der aber nicht angenommen wurde.


Die Grün- und Freiflächen des Entwicklungsgebietes Reininghaus müssen zum Teil für die Grazer Bevölkerung für verschiedenste Nutzungen - Parks, Sport-, Grillplätze, Festwiese, Urban Gardening - gesichert werden, forderte Grün-Gemeinderat Karl Dreisiebner. Laut der im derzeitig gültigen 3.0 Flächenwidmungsplan festgelegten Widmungen könne es aber passieren, dass Flächen, die im 4.0 Stadtentwicklungskonzept als Grünflächen für einen neuen Stadtteil vorgesehen sind, noch schnell mit Gewerbe oder Industrie verbaut werden. Bgm. Mag. Siegfried Nagl und Stadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch mögen deshalb rasch Strategien zur nachhaltigen Sicherung der im 4.0 Stadtentwicklungskonzept ausgewiesenen Grün- und Freiflächen entwickeln und mit der aktuellen Reininghaus-Eigentümerin verhandeln. Außerdem soll ein grober, prozentueller Verteilungsschlüssel für die beabsichtigten Nutzungen ausgearbeitet werden. Lediglich die KPÖ und die Grünen selbst waren dem Gemeinderat grün, der Dringliche Antrag wurde daher abgelehnt.

Wenn Kälte droht, soll den Menschen nicht Heizung oder Strom abgedreht werden - diese Forderung erhebt KPÖ-Gemeinderätin Mag. Ulrike Taberhofer in ihrem Dringlichen Antrag. Wenn Menschen ihre Strom-, Gas- oder Heizungsrechnungen nicht begleichen können, liege das meist nicht an mangelnder Einsicht, sondern daran, dass sie in finanzielle Nöte geraten sind, so die Mandatarin.
Sie fordert mit ihrer Initiative die Stadt auf, wieder Verhandlungen mit den Energieversorgungsunternehmen und insbesondere mit der stadteigenen Energie Graz aufzunehmen, um ein Frühwarnsystem einzurichten. Weiters soll ein Appell an die Energieversorger gehen, während einer Kältewelle den finanziell schlechter gestellten Haushalten nicht Strom, Gas oder Fernwärme abzudrehen.
Die Dringlichkeit dieser Anträge wurde seitens aller Fraktionen zuerkannt. Zu Punkt 1 - dem Frühwarnsystem - brachte die ÖVP einen Abänderungsantrag ein: Dieses Frühwarnsystem soll in einem Arbeitskreis unter der Leitung von Stadträtin Kahr entwickelt werden. Das Frühwarnsystem soll auch beinhalten, dass der Magistrat von Zahlungsrückständen informiert wird. Weiters soll auf das Wertkartensystem der Energie Graz hingewiesen werden. Diesem Antrag stimmten alle, ausgenommen die KPÖ und zwei Grün-Gemeinderäte, zu.
Der zweite Punkt - keine Abschaltung während Kältewellen - wurde von allen MandatarInnen unterstützt.

Die Bezirkssport- sowie die Spielplätze sind für die Grazer Bevölkerung sehr wichtig, viele dieser Flächen werden jedoch während der Abend- und Nachtstunden für andere Zwecke missbraucht, berichtet FPÖ-Mandatar Mag. Armin Sippel. Die Beschwerden aus der Bevölkerung über nächtlichen Lärm sowie Verschmutzungen anderntags häufen sich, so der Gemeinderat.
Sippel macht sich zum einen für eine Beseitigung der Missstände stark und will die Möglichkeiten prüfen, diese auch durch Einsätze der Ordnungswache zu verhindern. Zum anderen fordert er eine Evaluierung dieser Flächen durch das Grazer Sportamt, um sie attraktiver zu gestalten.
Der erste Punkt - Missstände beseitigen mit Hilfe der O-Wache - wurde von allen Fraktionen außer den Grünen und dem BZÖ befürwortet.
Der zweite Aspekt - die Evaluierung - fand Anklang unter den MandatarInnen von allen befürwortet.
Seitens der SPÖ gab es einen Zusatzantrag: Es soll geprüft werden, ob auf den Plätzen auch pädagogische Projekte gestartet werden und die Pflegemaßnahmen verbessert werden können und weiters, ob auch die Mehrgenerationennutzung und das Gender-Prinzip zum Tragen kommen. Ihr OK dazu gab eine einstimmige Mehrheit.

Die Besetzung der Aufsichtsratspositionen in städtischen Unternehmen sei in der jüngeren Vergangenheit durch nicht ausreichend qualifiziertes Personal erfolgt, kritisiert FPÖ-Gemeinderat Mag. Harald Korschelt in seinem Dringlichen Antrag. Er fordert daher neue Kriterien, wonach Personen, die in stadteigene oder stadtnahe Betriebe entsandt werden, zumindest eine folgender Anforderungen erfüllen müssen: Ein höheres Studium, eine einschlägige, mehr als 5-jährige Berufserfahrung oder aber eine erfolgreiche Absolvierung eines Kurses. In einem weiteren Punkt forderte Korschelt die Berücksichtigung aller Fraktionen bei künftigen Besetzungen von Aufsichtsräten in der Holding und der GBG.
Gehör fand der FPÖ-Mandatar mit dieser Initiative im ersten Punkt - den Bildungsaanforderungen - nur bei FPÖ, BZÖ und GR Mariacher, eine Mehrheit aus ÖVP und Grünen lehnte den Vorschlag ab. Der zweite Punkt hingegen wurde von allen außer der ÖVP unterstützt.
Volltext (alte Fassung des Antrags)

