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News + Aktuelles

28.09.2012

Das Rathaus in Pink

Stadt Graz beteiligt sich an Krebsvorsorge-Aktion

 
 
Wenn dieser Tage die Fassade des Grazer Rathauses in pinkfarbenes Licht getaucht ist, hat das einen ganz besonderen Hintergrund: „Die Stadt Graz beteiligt sich erstmals an einer weltweiten Aktion, um auf das Thema Brustkrebs und auf die Wichtigkeit der Krebsvorsorge aufmerksam zu machen", erklärte Gesundheitsstadtrat Michael Grossmann bei einer Pressekonferenz.

Illumination Project
Grossmann nimmt den internationalen Bustkrebsmonat Oktober zum Anlass, um die Stadt Graz Dank einer Kooperation mit der Krebshilfe Steiermark in das „Landmark Illumination Project" einzubinden, bei dem Monumente, Sehenswürdigkeiten und bedeutende Gebäude der teilnehmenden Städte in der Kennfarbe der Brustkrebsvorsorge-Initiative, rosa, beleuchtet werden. Das Grazer Rathaus wird dabei bis einschließlich 3. Oktober allabendlich von etwa 19 Uhr bis Mitternacht in Pink erstrahlen. Ziel ist es, so Stadtrat Grossmann, auf das Thema Brustkrebs, auf die Wichtigkeit der Krebsvorsorge und auch auf die Solidarität mit Krebserkrankten hinzuweisen. Damit sei die Aktion ein Beitrag zur Gesunderhaltung aller Grazerinnen und Grazer.

250 Sehenswürdigkeiten in 40 Ländern
In Österreich sind außer Graz die Bundeshauptstadt Wien, wo der Flughafen-Tower bestrahlt wird, sowie Eisenstadt (Schloss Esterhazy) in dieses weltumspannende Projekt eingebunden. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem das Empire State Building in New York, das Opernhaus von Sydney oder der Kensington-Palast in London. Insgesamt waren es im Jahr 2011 mehr als 250 Sehenswürdigkeiten in über 40 Ländern, die in rosa Licht getaucht wurden. Daneben finden ebenfalls weltweit Informationsveranstaltungen unter dem Symbol des „Pink Ribbon", der „rosa Schleife", statt. Weltweit wurde auf diese Weise rund eine Milliarde Menschen mit der Botschaft „Bewusstsein schaffen für Brustkrebs" erreicht.

Zahl der Erkrankungen gestiegen
Die Präsidentin der Krebshilfe Steiermark, Dr.in Erika Richtig, verdeutlichte bei der Pressekonferenz anhand von Zahlen die Notwendigkeit und die bisherigen Erfolge dieser „Awareness"-Kampagne: In der Steiermark werden laut den jüngsten vorliegenden Berichten 789 Menschen pro Jahr (zu 99 Prozent Frauen) mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert, 218 PatientInnen pro Jahr erliegen dieser heimtückischen Krankheit. Vergleicht man diese Zahlen mit den Werten von vor dreißig Jahren, so zeigt sich, dass zwar die Zahl der Neuerkrankungen (unter anderem aufgrund ungesunder Lebensweisen und einer höheren Lebenserwartung) österreichweit um 48 Prozent gestiegen ist, die Sterberate jedoch nur um 8,8 Prozent. Dies sei unter anderem auf bessere Behandlungs-methoden zurückzuführen, besonders aber darauf, dass mehr Menschen die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Und je früher man eine Krebserkrankung erkennt, desto höher sind die Heilungschancen.

Mammografie-Screening
Krebshilfe-Vorstand Univ.-Prof. Dr. Gerhard Ranner eröffnete einen Ausblick auf das kommende Jahr: Da soll nämlich in Österreich das bereits EU-weit etablierte „Mammografie-Screening" eingeführt werden: Alle Frauen zwischen 45 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre persönlich angeschrieben und zu einer freiwilligen und kostenlosen Mammografie eingeladen, wobei zusätzlich auch Ultraschall-Tests möglich sind.

Die überparteiliche und überkonfessionelle Österreichische Krebshilfe stellt der Stadt Graz die temporäre Lizenz der geschützten Marken „Pink Ribbon" bzw. „Illumination Landmark Project" für die Beleuchtung des Rathauses kostenlos zur Verfügung. Die Aktion soll auch aufmerksam machen auf die Informationsarbeit und die Hilfe, die durch das Krebshilfe-Team erfolgt. Informationsbroschüren mit Kontaktdaten liegen beim Rathaus-Eingang auf.

 
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